Am Ende hat sich Nicole Hauser, die mittlerweile an der ETH-Zürich studiert, mit ihrem Chemie-Projekt zur Herstellung von Polyanilin durchgesetzt.Diese synthetischen Polymere werden für die Herstellung von Leuchtdioden verwendet oder als Korrosionsschutz bei der Beschichtung von Metallen. Die wissenschaftliche Fragestellung, die professionelle Präsentation auf universitärem Niveau und die kompetente Beantwortung der Fragen waren für die Fachjuroren ausschlaggebend, den mit 4.000 Euro dotierten ersten Preis, der von der Stiftung Südtiroler Sparkasse zur Verfügung gestellt worden ist, an sie zu vergeben. „Die Schüler haben auch bei dieser Ausgabe des Wettbewerbs in allen elf präsentierten Projekten mit einem extrem hohen Niveau verblüfft“, unterstreicht der technische Leiter des EURAC-Instituts für Angewandte Fernerkundung Christian Steurer, der Mitglied der Fachjury war. Der zweite Platz und 2.500 Euro gingen heuer an ein Schülerteam aus dem Trentino, das eine geisteswissenschaftliche Arbeit über die Soldaten an der russischen Front in den Valli Giudicarie im ersten Weltkrieg vorgelegt hat. Mit dem Projekt zur Kupfergewinnung im Bergwerk in Prettau sicherten sich die Brunecker Gewerbeoberschüler den dritten Platz und konnten 2.000 Euro mit nach Hause nehmen. Da alle Finalistenprojekte auf ähnlich hohem Niveau waren, haben die Juroren heuer erstmals entschieden, dass fünf der insgesamt elf Projekte sich den vierten Rang teilen und jeweils 1.500 Euro Preisgeld erhalten. Unter ihnen sind auch die Schüler des Bozner Rainerums mit dem Roboter „Eu.R.EX.“. Johanna Seiwald vom Realgymnasium Meran platzierte sich mit ihrer Arbeit über die Explosionen von Sternen, so genannte Supernovae, an fünfter Stelle. Außer Konkurrenz sind auch weitere Schüler des Realgymnasiums Meran mit nach Samedan gefahren. In ihrem Projekt zur jüdischen Gemeinschaft in Meran während der NS-Zeit beleuchten sie ein bisher wenig aufgearbeitetes Kapitel der Meraner Zeitgeschichte anhand eines fast vergessenen Denkmals in Meran. Die EURAC hat sie für ihren Mut und den originellen Ansatz mit dem sie sich an dieses heikle Thema gewagt haben mit 600 Euro belohnt.In zwei Jahren heißt es in den vier Regionen wieder „Junge Forscher gesucht!“. Interessierte Schüler und Lehrer können sich bei Fragen direkt an die EURAC wenden. Weitere Informationen zum Wettbewerb gibt es hier.