Würden Sie „Last Night“ als romantischen Liebesfilm bezeichnen?Knightley: „Der Film ist schon romantisch, aber gewissermaßen unabsichtlich. Massy (Tadjedin) erforscht in Wirklichkeit ohne jede Romantik das Thema der Untreue. Anstatt die Geschichte einer perfekten Liebe zu erzählen, geschieht genau das Gegenteil: Zwei Menschen, die überzeugt waren, zu wissen, wohin ihr Leben geht, müssen plötzlich entdecken, dass das Gegenteil der Fall ist.“Was ist für Sie schlimmer: die körperliche oder die seelische Untreue, der ausgeführte Seitensprung oder das geheim vergebene Herz?Knightley: „Ich weiß es nicht. Wir haben schon während der Dreharbeiten dauernd darüber diskutiert. Ich dachte erst das eine, dann das andere. Es hängt auch von der Situation und von den Menschen ab. Sicherlich kann die seelische Untreue oft zehnmal so schlimm sein wie die körperliche.“Hat sich durch den Film Ihre Einstellung zur Beziehung im Allgemeinen verändert?Knightley: „Nein, eigentlich nicht. Meine Idee von Beziehung ändert sich ständig je nach Situation und Erfahrung. Ich bin schließlich erst 25 und habe keine feste, erstarrte Vorstellung in dieser Hinsicht.“dpa