Mittwoch, 20. Dezember 2017

Kondom-Kleider aus Kinshasa

Die 40-jährige Modeschöpferin Felicite Luwungu will mit ihren kuriosen Kreationen die Menschen für den Kampf gegen Aids mobilisieren.

Felicite Luwungu will mit ihren kuriosen Kondomkleidern die Menschen für den Kampf gegen Aids mobilisieren. - Foto: Facebook
Felicite Luwungu will mit ihren kuriosen Kondomkleidern die Menschen für den Kampf gegen Aids mobilisieren. - Foto: Facebook

Eine Modenschau der ganz besonderen Art fand in dem zentralafrikanischen Land Kongo statt.

Und wer genau hinschaut, der sieht auch warum. Denn diese Kleidungsstücke wurden aus Kondomen gefertigt. Wahlweise mit oder ohne Verpackung. Hintergrund dieser kuriosen Kreationen ist eine Kampagne, die zum Gebrauch von Präservativen im Kampf gegen Aids aufrufen soll. Auf diese Weise will die Modeschöpferin wortwörtlich Berührungsängste mit Kondomen abbauen. Die Designerin Felicite Luwungu ist überzeugt von ihrer Arbeit. Aber gewisse Anfangsbedenken waren durchaus vorhanden:

„Jetzt wollen alle meine Kleider anziehen“

"Die Person, deren Reaktion ich am meisten gefürchtet hatte, war die meines Vaters, als ich ihm zum ersten Mal eins meiner Kleider zeigte. Er war überrascht, ermutigte mich aber dann. Und das gab mir Kraft weiterzumachen. Andere Familienmitglieder waren auch zuerst überrascht. Und jetzt wollen alle die Kleider anziehen und Bilder machen."

Die 40-jährige Modeschöpferin experimentiert bereits schon länger mit ihren Visionen von Kondom-Kleidern. Und wer die Kreationen sieht, regiert - nach Aussagen der Designerin - meist erst fast geschockt aber dann auch sehr positiv.

Nach Angaben der Vereinten Nationen ist die Zahl der Menschen, die an den Folgen von Aids im Kongo ums Leben gekommen sind, in den letzten Jahren gesunken. Vielleicht auch Dank des Abbaus von Vorurteilen gegenüber Kondomen durch solche Aktionen und Kreationen wie denen von Felicite Luwungu, die demnächst sogar eine Modenschau in der Hauptstadt Kinshasa plant.

reuters

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stol