Freitag, 06. Juli 2018

Küssen, Küssen, Küssen

Am heutigen 6. Juli ist Internationaler Tag des Kusses. Ein offizieller Feiertag ist es zwar nicht, aber ein schöner Grund, sich mit dem Thema Küssen etwas näher zu beschäftigen.

Am heutigen 6. Juli ist Internationaler Tag des Kusses.
Am heutigen 6. Juli ist Internationaler Tag des Kusses. - Foto: © shutterstock

Ein internationaler Tag des Kusses wurde zu Beginn der 1990er Jahre in Großbritannien etabliert. Obwohl es damals am 6. Juli keinen historisch bedeutsamen Kuss gab, waren die Menschen in diesen Jahren der strengen Moral und den konservativen Vorstellungen der Margaret-Thatcher-Ära einfach überdrüssig. Mit dem Weltkusstag sollte ein Zeichen gesetzt werden gegen die zugeknöpfte Obrigkeit und der Kuss als Symbol für Leidenschaft und Liebe gefeiert werden.

Kuss als Ausdruck von Liebe

Der Kuss gilt in vielen Kulturen als Ausdruck von Liebe, Freundschaft und Ehrerbietung. Die Bedeutung des Kusses, insbesondere des in der Öffentlichkeit entbotenen Kusses, ist jedoch kulturell unterschiedlich. In der westlichen Kultur wird der Kuss meistens genutzt, um Liebe oder Zuneigung auszudrücken.
Im europäischen Westen und in den meisten Ländern Nordamerikas gilt es heutzutage meist nicht mehr als anstößig, sich in der Öffentlichkeit zu küssen, in anderen Kulturkreisen dagegen schon. In einigen Ländern ist sogar das Küssen unter Erwachsenen verschiedenen Geschlechts, die nicht miteinander verwandt oder verheiratet sind, eine strafbare Handlung.

Bei uns glücklicherweise nicht. Denn wie Sie gleich erfahren werden, hat Küssen viele positive „Nebenwirkungen“.

Interessante Kuss-Fakten

  • Küssen ist das beste Workout: Bei einem leidenschaftlichen Kuss werden pro Minute etwa 20 Kalorien verbrannt. Über 30 Gesichtsmuskeln sind dabei aktiv.
  • Die Mehrheit der Menschen neigt ihren Kopf nach rechts, wenn sie jemanden küssen.
  • Über 90 Prozent aller Frauen schließen beim Küssen die Augen, während etwa die Hälfte aller Männer lieber hinschaut.
  • Küssen macht schön: Es fördert die Durchblutung, wodurch wir einen rosigen Teint und straffere Haut erhalten.
  • Küssen macht gesund: Bei einem Kuss wechseln unzählige Bakterien von Mund zu Mund, weshalb der Körper mehr Abwehrkräfte mobilisiert. Küssen stärkt also unser Immunsystem.
  • Küssen macht glücklich: Es findet eine Ausschüttung von Endorphinen (sogenannten Glückshormonen) statt. An den Lippen sind besonders viele Nervenenden vorhanden, wodurch beim Küssen besonders der Gefühlssinn beteiligt ist. Weiterhin werden durch die Nähe beim Kuss Pheromone besonders gut übertragen. Ein Kuss kann so also die sexuelle Lust steigern. 
  • Küssen verlängert die Lebensdauer: US-Forscher fanden heraus, dass Viel-Küsser etwa 5 Jahre länger leben. Außerdem sind Autofahrer weniger aggressiv und verursachen weniger Unfälle, wenn sie sich frisch geküsst hinters Lenkrad setzen.
  • Küssen ist Wissenschaft: Philematologen beschäftigen sich mit den physiologischen, sozialen und kulturellen Aspekten des Küssens.
  • Küssen ist international: Anthropologen schätzen, dass sich über 90 Prozent aller Menschen auf der Welt küssen. Die Franzosen führen das Kuss-Ranking an. Dort wird am häufigsten geknutscht.

Der längste Kuss

Den Rekord im Lang-Küssen gibt es natürlich auch. Laut Guinness-Buch der Rekorde fand der längste Kuss der Welt vom 6. Juli zum 7. Juli 2005 in London zwischen James Belshaw und Sophia Severin statt und dauerte 31 Stunden, 30 Minuten und 30 Sekunden.

Also, liebe Südtiroler, genießen Sie den Tag des Kusses und küssen sie Ihre Liebsten und sich gesund und fit. Es muss ja auch nicht gleich ein Kuss von über 30 Stunden sein.

stol

stol