In der Rai-Sendung „Domenica In“ sprach der 72-jährige Präsident des Museums für moderne Kunst Rovereto (MART) über sein neues Buch über die Berge in der Kunst, zugleich aber auch über den Konflikt mit seiner Tochter Evelina, die ein gerichtliches Betreuungsverfahren gegen ihn angestrengt hat.<BR /><BR />Beobachter kommentierten in sozialen Netzwerken, Sgarbi wirke blass, erschöpft und teils abwesend. Sgarbi beklagte sich im Gespräch mit Mara Venier, Moderatorin der Talkshow „Domenica In“, dass seine Tochter mit ihm an der TV-Sendung hätte teilnehmen können, zu der sie eingeladen worden war. „Evelina hätte zu mir kommen können, aber sie hat es nicht getan“, betonte Sgarbi Die 25-Jährige ist überzeugt, ihr Vater könne sein Leben nach der akuten Depression nicht mehr selbst regeln, und macht Sgarbis langjährige Partnerin Sabrina Colle dafür verantwortlich, dass sie keinen Zugang zu ihm habe. Evelina Sgarbi beschuldigt Sabrina Colle, Sgarbi aus finanziellen Interessen auszunutzen.<BR /><BR />Zur geplanten Hochzeit mit Colle in Venedig sagte Sgarbi, sie habe ihm in schwierigen Lebensphasen beigestanden: „Deshalb heirate ich sie.“<BR /><BR />Evelina Sgarbi reagierte umgehend kritisch auf den TV-Auftritt ihres Vaters. Seine Aussagen seien einstudiert, erklärte sie. Er werde von Personen in seinem Umfeld „manipuliert“ und wirke gesundheitlich angeschlagen: „Er ist voller Tics, aufgequollen und wirkt benommen von Medikamenten.“ Es sei falsch zu behaupten, er habe in den vergangenen Monaten aktiv an seinem neuen Buch gearbeitet. Die junge Frau äußerte zudem Sorge über das Verhalten ihres Vaters im Fernsehen: „Ich habe ihn wieder keuchend gesehen, mit starrem Blick. Das ist sehr beunruhigend“, so die junge Frau. <BR /><BR />Evelina Sgarbi erneuerte auch ihre Kritik an der Richterin, die das Betreuungsverfahren am Zivilgericht Rom führt. Bei der ersten Anhörung im Oktober habe diese eine zu große „Vertrautheit“ gegenüber ihrem Vater gezeigt und sich stärker für die mediale Wirkung als für dessen Gesundheitszustand interessiert. Nach eigenen Angaben stellte Evelina deshalb einen Antrag auf Ablehnung der Richterin. Unterstützt wird sie dabei von ihrer Mutter Barbara Arì, mit der Sgarbi eine kurze Beziehung hatte.