Blickt man von der Höhe des Klosterberges auf die Bucht des Mont-Saint-Michel, gleicht die endlose flache Landschaft einem zeitlosen Reich der Leere. Diese Bucht hat mit 15 Metern Tidenhub den stärksten Gezeitenwechsel Europas.Nur der 1879 fertiggestellte Damm, der den Mont-Saint-Michel mit dem Festland verbindet, unterbricht die natürliche Meeresströmung und führt gleichzeitig zur Verlandung der Bucht. Das Meer zieht sich hier 18 Kilometer weit zurück und treibt sechs Stunden später mit einer Geschwindigkeit von 62 Metern pro Minute wieder gen Küste.Die Region ist ein Biotop, dessen Reichtum und Komplexität die Wissenschaftler gerade erst zu ermessen beginnen. Und sie ist ein Ort vielfältiger Aktivitäten. Hier leben Fischer, Austern- und Muschelzüchter, Schäfer, Landwirte und Touristikunternehmer. All deren Interessen müssen berücksichtigt werden in dem geplanten Projekt eines gigantischen Umbaus der Natur.Möchten Sie diese Sendung aufnehmen? Klicken Sie hier!