Ihre große Leidenschaft ist das Fußballspielen, sie kämpfen um Tore und um noch viel mehr...<BR /><BR />„Fußball ist für mich der schönste Sport, weil es ein Team zum Gewinnen braucht. Alle müssen zusammenhalten, alles geben und das gleiche Ziel verfolgen. Allein gewinnen geht nicht. Alle sollten diesen besonderen Sport ohne Vorurteile ausüben und Spaß daran haben können“, ist Flügelspielerin Philomena „Philo“ Klammer (13) überzeugt. <BR /><BR />Auch Trainer Heini Kirchler ist vom Frauenfußball begeistert, denn Mädchen zeigen in seinen Augen besonderen Willen, Bereitschaft und Vermögen, ständig zu lernen und besser werden zu wollen. „Dazu kommen Einsatzbereitschaft und nicht zu vergessen: eine unglaubliche Leidensfähigkeit“, sagt er. <h3> Im Frauenfußball fallen durchschnittlich mehr Tore</h3>Unter ihm hat sich in den vergangenen Jahren in Sterzing die Gruppe von 15 Mädchen zusammengefunden, die mit viel Einsatz trainiert und immer wieder mit beachtlicher Tordifferenz Siege einfährt – auch wenn durchschnittlich beim Fußball der Frauen mehr Tore fallen als bei den Männern, weil die Torfrauen meist kleiner, die Tore selbst aber gleich groß sind.<BR /><BR />„Der Zusammenhalt der Mädchen ist bei diesem Team wirklich herausragend“, berichtet der Trainer. So fiebern die verletzten Spielerinnen immer an der Seitenlinie leidenschaftlich mit. Die U15-Fußballerinnen beendeten ihre Liga auf Platz 3. Die Mädchen trainieren 3 Mal wöchentlich, absolvieren Freundschaftsspiele und am Wochenende ein Ligaspiel. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="920509_image" /></div> <BR /><BR />„Mir gefällt Fußball, da es ein Teamsport ist. Das bedeutet für mich Zusammenhalt, Respekt, für einander einstehen, helfen und da sein. Gemeinsam gewinnen und verlieren. Man ist nie allein. Mit jedem Training lerne ich vieles dazu“, sagt die Mittelfeld- und Sturm-Spielerin Sophia Plunger (16). Fußball ist für sie genauso ein Frauen- wie Männersport. <BR /><BR /><BR /><BR />„Auch wir Frauen sind team- und leistungsfähig, schnell, geschickt und stark. Egal, welche Sportart, egal ob Mann oder Frau, alle können jeden Sport ausüben, wenn es ihnen Freude bereitet. Ich wäre froh, noch lange mit meinem Team spielen zu dürfen“, sagt sie. <BR /><BR />Die Kastelrutherin, die die Sportoberschule in Sterzing besucht, gehört zu einem der Talente der Truppe wie Torfrau und Neo-Kapitänin Annalena Hofer. Sie wurde, gemeinsam mit Mittelfeldspielerin Ellen Brunner, die aber absagen musste, beim internationalen Turnier Arge Alp für die Südtiroler U15-Auswal nominiert. <h3> Richtlinien erschweren Spiel</h3>Trotz der tollen Bestätigung wird für die Mädchen die nächste Fußball-Saison besonders schwierig: Aufgrund national und von Südtirol übernommene Regularien gelten Altersbeschränkungen, die einer Sperre gleichkommen. Es gelingt nicht immer, für jeden Jahrgang genügend Mädchenteams zu formieren und so bleibt den Älteren abwechselnd nur die Bank und sie verlieren wichtige Spielpraxis. <BR /><BR />Auch an dieser Latte rütteln die Mädchen unterstützt vom Trainer mit vielen Vorsprachen und Aktionismus. Sie versuchen Nachwuchsspielerinnen zu gewinnen und hoffen, dass eine attraktive Frauenweltmeisterschaft ihren Sport weiter ins Bewusstsein aller Funktionäre rückt, damit sie künstliche Hürden abbauen und weitsichtig zugunsten der Mädchen agieren. Denn die Sterzinger Mädchen möchten auf alle Fälle weiter am Ball bleiben.<h3> Sport mit Tradition</h3> Frauenfußball hat in Sterzing Tradition. 2007 hatten Alessandra Debiasi und der 2022 verstorbene Germano Marcon eine erste Truppe mit 7 Spielerinnen zusammengetrommelt und den Damensektor im CF Vipiteno Sterzing mitbegründet. Zwischenzeitlich umfasste dieser 4 Teams mit insgesamt 70 Spielerinnen unterschiedlichen Alters. Die Erfolge waren Ansporn, intensiver auf Spielerinnensuche zu gehen. Die vielen Pokale, die heute im Vereinshaus bei der Sterzinger Fußballanlage thronen, wurden mehrheitlich im Frauenfußball gewonnen. Regelmäßige Einladungen zu Probespielen in den höchsten landesweiten Spiel-Kategorien und sogar Nominierungen in den U16-Nationalkader gehen ebenso auf das Konto der Fußballerinnen. Herausragende Partien konnten beim traditionellen Tuiflturnier gespielt werden, das regelmäßig in Sterzing veranstaltet wurde. Nach einer kurzen Durststrecke, wo es kein Frauen-Team mehr gab, trainiert Heini Kirchler ein Mädchen-Team. Die Leidenschaft des Trainers und der 15 Mädchen für den Fußball kennt keinen Abpfiff. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="920512_image" /></div> <BR />