Keine Frage: Manfred Pinzger ist ein Macher. Dinge anzupacken, davor scheute er sich nie. Bereits als Oberschüler pachtete er 2 Tennisplätze in Schlanders, für die sich keine Führung gefunden hatte. Mit 23 Jahren übernahm er ein Hotel in Obermais, eröffnete später zudem ein Autohaus und stieg nach dem frühen Tod seines Vaters in den elterlichen Gastbetrieb ein. Auch in der Politik mischte er früh mit, engagierte sich mit 16 in der Jungen Generation der SVP, saß 21 Jahre lang im Gemeinderat bzw. -ausschuss von Schlanders und 8 Jahre als Senator in Rom. <BR /><BR />Politik und Autos hat Manfred Pinzger mittlerweile hinter sich gelassen. Hotelier ist er immer noch, und seit 2013 auch der Chef des landesweiten Interessensverbandes. Es ist seine 3. Amtsperiode, die noch bis 2025 dauert. Danach ist Schluss, sagt er entschlossen, denn er hat sich ein Zeitlimit für die ehrenamtlichen Aufgaben gesetzt. 12 Jahre HGV-Bezirksobmann, 12 Jahre HGV-Präsident – „das reicht“. <BR /><BR /><b>Kellnern als Ausgleich</b><BR /><BR />Manfred Pinzger ist froh, dass ihm seine Familie den Rücken für die Verbandsarbeit frei hält, der er „mit Begeisterung“ nachgeht. Schließlich verbringt er viel Zeit auf Sitzungen, Tagungen, am Verhandlungstisch oder am Telefon. Wer allerdings glaubt, er verziehe sich nach Büro-Marathons abends am liebsten aufs Sofa, der irrt. Kommt er heim, löst Manfred Pinzger seine Frau Inge im Betrieb ab. Er serviert, räumt ab, füllt die Spülmaschine, plaudert mit den Gästen und betrachtet das als „perfekten Ausgleich“ zu seinem HGV-Alltag. Müde ist der inzwischen 62-Jährige selten. Eher rastlos, wie er zugibt. „Nichts tun fällt mir absolut schwer. Leerlauf ist für mich ungenutzte Zeit.“ Wohl auch deshalb schafft es Manfred Pinzger, sich zwischen all seinen Verpflichtungen noch ein wenig Platz für Radtouren freizuschaufeln. Die macht der sportliche Vinschger nämlich am liebsten. Sein Mountainbike hat er zu seinem 60. Geburtstag zwar gegen eines mit Elektroantrieb eingetauscht. Aber damit ist er nicht minder sportlich unterwegs. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="771233_image" /></div> <BR /><BR /><b>Sporteln im Jahreslauf</b><BR /><BR />Sich auszupowern, macht Manfred Pinzger seit jeher Spaß. Als Bub war er ein engagierter Fußballer, als Jugendlicher spielte er in der Handball-Regionalliga. Tennis übte er damals auf „seinem“ Tennisplatz. Doch all jene Sportarten, die an eine Mannschaft oder einen Partner gebunden waren, gab Manfred Pinzger dem Job zuliebe auf: „Vor allem an Wochenenden wurde ich daheim gebraucht“, erzählt er. Um fit zu bleiben, stieg er auf Individualsportarten um und entdeckte seine Passion fürs Bergradfahren. <BR /><BR />„Steil“ und „holprig“ waren für den Mountainbiker früher Qualitätskriterien und 2-Täler-Touren wahre Genussmomente. Von Sulden über das Ma-dritschjoch nach Martell oder vom Pfossental über die Stettiner Hütte und hinunter ins Passeiertal – an solche Erlebnisse erinnert er sich sehr gern. Mittlerweile geht er es etwas gemütlicher an, doch auch mit dem E-Bike bewältigt Manfred Pinzger je nach zeitlicher Möglichkeit anspruchsvolle Strecken. Sogar für Winterradtouren am Sonnenberg ist er ausgerüstet. Es sei denn, der Schnee lockt ihn auf die Piste, oder er packt Felle und Tourenski, um für ein paar Stunden abseits des Rummels die Natur zu genießen. <BR /><BR /><b>Besonderes Ehrenamt</b><BR /><BR />Ist das Hotel geschlossen, haben Manfred und Inge Pinzger hin und wieder Zeit, etwas gemeinsam zu unternehmen. Dann sind Wanderungen oder Schneeschuhwanderungen angesagt – bevorzugt in Sexten, wo das Paar gern einen Kurzurlaub verbringt. Mit langen Auslandsreisen haben es beide nicht so. Lediglich eine Chinareise mit seiner Tochter und eine Trekkingtour auf den Kilimandscharo nennt Manfred Pinzger als 2 Highlights abseits seines bevorzugten Urlaubslandes Südtirol. <BR />Vor 4 Jahren hat der HGV-Präsident noch ein weiteres und wohl sein bisher wichtigstes Ehrenamt übernommen: Er ist Opa geworden. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="771236_image" /></div> <BR /><BR />Mit Hingabe kümmert er sich, wann immer er kann, um sein „Schatzl“ Ladina (4), spielt mit ihr oder übt mit ihr das Radfahren. Das erste Fahrrad für die Kleine haben Opa und Enkelin kürzlich gemeinsam gekauft, wobei die Frage bleibt, wer am Ende mehr gestrahlt hat. Wie dem auch sei, in einigen Jahren werden auch Liun (1 ½) und Franz (1) soweit sein und mit ihrem Opa die ersten Runden drehen.<BR />