Sonntag, 12. Juli 2015

Mario Adorf ist lieber unbeliebt als unbemerkt

Der Schauspieler Mario Adorf gibt gern den Bösewicht. Gute Charaktere seien weniger dankbar, sagte der 84-Jährige der dpa. Sein berühmtester Fiesling sei der Santer in „Winnetou“ gewesen.

Foto: © APA/DPA

„Das war der klassische Bösewicht, der mir sehr übelgenommen wurde. Aber das ist dann auch ganz schön, wenn man so gehasst wird von ein paar Generationen. Das ist besser, als unbemerkt zu bleiben.“

Er habe bei den Nibelungen-Festspielen in Worms auch gerne den Hagen gespielt, den Mörder Siegfrieds, so Adorf am Rande der Proben dort. Siegfried selbst wäre nicht seine Sache gewesen. „Ich war nie – auch als junger Schauspieler – für die Helden, ich war dafür auch einfach nicht gebaut.

Ich war nicht groß und blond und schön“, sagte er. Schon sehr früh seien seine Vorbilder die Reifen, Älteren und Kraftvollen gewesen. „Jean Gabin, Spencer Tracy – das waren meine Vorbilder, so wollte ich sein.“ Adorf gehört dem neuen Kuratorium der Nibelungen-Festspiele an, die am 31. Juli mit ihrem neuen Stück Premiere haben.

apa/dpa

stol