Hier die Tour im Überblick und interessante Informationen über lokale Besonderheiten, Geschichte und Fauna.<BR /><BR /><b>Von Hanspaul Menara<BR /></b><BR />Wir fahren nach Latsch im Vinschgau und dann links abzweigend bis hinein ins Martelltal, das reich an landschaftlicher Schönheit und auch reich an hohen Berggipfeln ist, zu denen unter anderem die schöne Zufrittspitze, das vergletscherte Cevedalemassiv mit den Zufallspitzen und die über der Marteller Hütte aufragenden Veneziaspitzen gehören.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1200546_image" /></div> <BR /><BR />Der von uns angepeilte Gipfel ist zwar weniger hoch und markant als die genannten, aber doch auch er ein Dreitausender, und zwar ein lohnender, auch wenn die Bezeichnung „Wand“ in ihm nicht auf Anhieb einen solchen, sondern vielleicht eher ein Betätigungsfeld für Kletterer vermuten lassen mag. <BR /><BR />Der nordseitig über dem inneren Martelltal befindliche, aus kompaktem Schiefergestein aufgebaute Berg bricht westseitig zwar tatsächlich mit einer senkrechten Felswand ins Pedertal ab, die wohl zur Bildung des Namens (in dem offenbar auch das rätoromanische Calva-Hang steckt) geführt hat, und auch die Ostflanke ist steil und felsig. Auf der Südostseite fallen allerdings auch weniger steile, teils bewaldete, teils grasbewachsene und damit gut begehbare Hänge zur Pederalm ab, von wo aus sogar eine markierte Route zum Gipfel führt.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1200549_image" /></div> <embed id="dtext86-71007829_listbox" /><BR /><BR />Damit gehört unser Berg zu jenen Dreitausendern Südtirols, für deren Besteigung man kein ausgesprochener Hochalpinist sein muss. Außerdem hält sich die Gehzeit für den Aufstieg mit rund drei Stunden im Vergleich zu anderen Hochgipfeln einigermaßen in Grenzen, und das waldfreie Gelände sowie die Markierung sorgen dafür, dass es bei guten Sichtbedingungen keine Orientierungsprobleme gibt.<BR /><BR />Hat man den Steinmann am höchsten Punkt der Gipfelkuppe erreicht, entpuppt sich dieser aufgrund seiner gegen das Haupttal vorgeschobenen Lage als hervorragende Aussichtswarte. Denn sie bietet den Rundblick auf ein Bergpanorama mit zwei Dutzend zum Teil vergletscherten Hochgipfeln, die zu den zentralen Ortleralpen gehören und als einzigartiger Bergkranz das Martelltal umrahmen.<h3> Die Tour im Überblick</h3><div class="img-embed"><embed id="1200552_image" /></div> <BR /><BR /><b>Wegverlauf:</b> Von den Parkplätzen im Marteller Talschluss unweit zweier Gastbetriebe (2.055 m) auf der Talstraße ganz kurz talaus, dann links ab, stets der Markierung 39 und der Beschilderung „Kalfenwand“ folgend auf breitem Fahrweg zum Pederbach, bald darauf links ab und auf Waldsteig hinauf zur unbewirtschafteten Peder-Stierhütte (2.252 m). Von da auf gutem Steig mit Markierung 39 kurz durch Zirbenwald und Bergheide nordostwärts hinauf zu Weggabel, nun links die Grashänge querend zu einem Bergsturzgelände, dann hinauf zu weiterer Weggabel, rechts durch steinige Grashänge empor und zuletzt am etwas steilen, grasdurchsetzten Schrofenhang zum Gipfel (3.061 m; ab Ausgangspunkt 3 Std.). – Abstieg: Über die beschriebene Aufstiegsroute (ca. 2 Std.).<BR /><BR /><b>Höhenunterschied:</b> 1.006 m<BR /><BR /><b>Orientierung und Schwierigkeit:</b> Bei gutem Wetter unschwierige, allerdings Bergerfahrung erfordernde Gipfeltour bis auf gut 3.000 Meter Höhe.<BR /><BR /><b>Gesamtgehzeit:</b> 5 Std.<BR /><BR /><b>Besonderer Hinweis:</b> Felsklüfte und senkrechte Abbrüche mahnen am Gipfel zu erhöhter Vorsicht. Sich wie immer vor Antritt der Tour nach den aktuellen Verhältnissen erkundigen!<BR /><BR /><b>Wanderkarten 1:50.000:</b> Kompass, Blatt 72 (Ortler – Cevedale) – <b>1:25.000:</b> Tabacco, Blatt 045 (Latsch – Martell – Schlanders)<BR /><BR /><BR /> <a href="https://www.stol.it/artikel/panorama/seit-50-jahren-geht-er-dem-traumberuf-nach-im-wahrsten-sinne-des-wortes" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Hier erfahren Sie mehr über unseren Autor Hanspaul Menara.</a><BR /><BR /> <a href="https://www.stol.it/suche/Wandertipps" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Und hier finden Sie weitere seiner Wandertipps.</a>