Seit drei Wochen ist sie Südtirols schönste Botschafterin: Miss Südtirol Isabel Dialer. Die 19-Jährige aus Schenna gewährt im Porträt private Einblicke und verrät, wer – neben ihrem Freund – ihr Herzbube ist. <BR /><BR />Die Miss Südtirol 2023 ist eine wahre Backfee: Spekulatius, Lebkuchen oder Karamell-Kekse haben es ihr in der Vorweihnachtszeit besonders angetan. Ihre Spezialität aber sind Bananenbrot und Schokobomben, die sie nicht nur selbst herstellt, sondern auch mit Genuss verzehrt. <BR /><BR />Wie das mit ihrer grazilen Figur zusammenpasst? „Ich habe das Glück, dass ich nicht zunehme. Aber wäre es auch anders, könnte ich wahrscheinlich trotzdem nicht widerstehen“, sagt Isabel lächelnd, während sie den frisch gebackenen Apfelstrudel aus dem Backrohr in der Küche zieht. <BR /><BR />Hier in der gemütlichen Wohnung im ersten Obergeschoss eines Zweifamilienhauses lebt die Abiturientin gemeinsam mit Papa Alexander, einem Edyna-Bediensteten, Mama Tanja, die einen Kosmetiksalon betreibt, Bruder David (14) und dem kleinen Hammi. Der weiße Zwerghamster ist im Mai bei den Dialers eingezogen und hat seitdem in seinem Hamsterrad schon gefühlt zweimal die Welt umrundet. <BR /><BR />„Drdrdr“ rattert es im Hintergrund und bildet besonders nächtens eine tolle Geräuschkulisse. „Meist wirft er dann auch noch ein paar Körner ins Rad, damit es richtig schön klappert“, erzählt Isabel über ihren kleinen Störenfried. Wirklich böse sein kann sie dem weißen Knäuel aber nicht. Im Gegenteil. Die Tiernärrin ist regelrecht schockverliebt in ihren Hammi, hat ihm aus Klopapierrollen, Eis-Stielen und Holzschindeln ein feines Hamsterreich gebastelt und versorgt die Sportskanone regelmäßig mit Salat und Körnern. <BR /><BR />Anstecken aber kann er sie mit seinem Jogging-Drang nicht. Isabel zieht Wandern oder ihr halbstündiges Home-Fitness-Programm auf der Matte einer Laufrunde vor. „Künftig aber möchte ich regelmäßig ins Fitnessstudio gehen und etwas für meinen Körper tun“, erzählt die begeisterte Eisläuferin, die im Winter auch gern mal mit der Rodel oder den Schneeschuhen ausrückt – wenn sie es denn vom Sofa und ihrem Hamster wegschafft. „Hammi mag es so sehr, gestreichelt zu werden und wenn Matthias nicht da ist, dann kuschle ich eben mit ihm“, sagt sie witzelnd.<BR /><BR />„Bei meinen Eltern wohne ich gern“<BR /><BR />Matthias, das ist Isabels Partner seit nunmehr vier Jahren. Einen Steinwurf von ihrem Heim entfernt hat er eine Wohnung, doch momentan studiert der Schenner in London. Alsbald zu ihm nach Großbritannien zu ziehen, das wäre der Plan der Miss. Für die kommenden zwölf Monate im Amt aber soll Schenna noch ihr Wohnort bleiben. „Unser Dorf hat viel Wohnqualität, es gibt tolle Veranstaltungen und jeder kennt jeden, das gibt ein Sicherheitsgefühl. Auch bei meinen Eltern wohne ich gern, ich fühle mich aufgehoben und geborgen.“ Ihr Lieblingsrückzugsort in der zweigeschossigen Wohnung ist dabei aber nicht etwa ihr Schlafzimmer oder die gemütliche Couch im Wohnzimmer. Es ist das Bad. Chillen in der Wanne, den Körper pflegen und sich schick machen, das hat die schöne Isabel immer schon gern getan. <BR /><BR />Ihr Prinzessinnenkostüm gehörte zur Fixgarderobe in der Faschingszeit. Später lebte sie ihr Faible für Mode und Beauty an ihren Barbies und Model-Blöcken aus. „Ich bemalte sie mit Glitzerstiften und beklebte sie mit Stickern – ein echtes Mädchen eben“, erzählt Isabel. Kein Wunder also, dass ihre Miss-Krone einen ganz besonderen Platz – fein dekoriert auf der Kommode – in ihrem Schlafzimmer erhalten hat. „Ganz zu oft aber schaue ich sie nicht an, sonst ist der Spezialeffekt weg“, sagt die hübsche Blondine, die sich selbst durchaus als eitel bezeichnet.<BR /><BR /> Ohne Blick auf den Ganzkörperspiegel am Wohnungsausgang geht es nie aus dem Haus. Aber das sei nicht erst so, seit sie Miss ist. Isabel habe schon immer Wert auf ihr Äußeres gelegt, weiß auch Mutter Tanja. Wie gut für die Tochter, dass die Mama im Parterre ihres Hauses einen Kosmetiksalon betreibt. Doch für die neuen Nägel, das Ganzkörperpeeling oder die Entspannungsmassage vor dem Misswahl-Finale musste Isabel auch selbst Hand anlegen. Und zwar nicht bei den Pinseln und Feilen, sondern beim Bodenschrubber. <BR /><BR />Denn der Kosmetiksalon muss sauber sein und dafür ist die Tochter zuständig. Überhaupt sei ihr Mädchen im Haushalt recht fleißig, verrät Mutter Tanja. „Sie hängt die Wäsche auf, saugt und kocht recht gern.“ Letzteres hat Isabel wohl von ihrem Vater Alexander geerbt. Er ist der Küchenchef im Hause Dialer, kauft ein und verköstigt seine Lieben mit gesunden Speisen. Ein paar Mal im Jahr käme sie um einen Fastfood-Imbiss aber trotzdem nicht herum, verrät Isabel und auch in Harrys Eisdiele im Dorf ist sie gern Gast – ebenso wie im Café Bistro Emmi. „Ich bin ein kleiner Kaffee-Junkie“, gesteht die 19-Jährige, doch den brauche sie manchmal einfach, um so richtig in die Gänge zu kommen. <BR /><BR /> Apropos Gänge: Diese möchte sie künftig nicht nur bei ihrem neuen E-Bike schalten, sondern auch hinter dem Lenkrad. Die Fahrschulquiz liegen bereits auf dem Nachttisch, damit sie den Führerschein alsbald in der Tasche hat. Neben landesweiten Terminen als Miss steht die schöne Schennerin nämlich auch als Model – unter anderem für das Label „Rock.Verliebt“ – vor der Kamera. Für die örtliche Modemarke darf sie nun sogar ihr eigenes Kleid entwerfen – ein Traum für die Fashionista. <BR /><BR />Denn Isabel liebt besondere Modestücke und kleine Luxus-It-Pieces, die sie gern mit klassisch dezenten Kleidungsstücken in Schwarz, Weiß und gediegenen Cremetönen kombiniert. Teile, die nicht mehr in die Garderobe passen, bringt die 19-Jährige in einen Secondhand-Shop nach Meran und deckt sich dafür mit neuen Stücken zweiter Hand ein. „Mir gefällt dieser Nachhaltigkeitsgedanke sehr, und ich finde, das soll die Zukunft sein“, spricht die „Generation Z“ aus ihr. <BR /><BR />„Ich bin gern flexibel und lege mich ungern fest“<BR /><BR />Selbst irgendwann in den Modesektor zu wechseln aber kann sich die Abgängerin des Kunstgymnasiums mit Fachrichtung Grafik nicht vorstellen. „Ich bin kreativ; aber ob ich auch genügend Talent dazu hätte, weiß ich nicht“, gesteht sie bescheiden. <BR /><BR />Die Liebhaberin von True-Crime-Podcasts, Horrorfilmen und YouTube-Clips von „Mr. Nightmare“ möchte nach ihrem Amt als Miss Psychologie studieren – online. „Ich bin gerne flexibel und lege mich ungern fest“, verrät sie. Entscheidungen zu treffen, falle ihr besonders schwer. Wie gut also, dass bei der Miss-Wahl vor drei Wochen eine Jury diese Aufgabe übernehmen durfte – und sich für die sympathische und bodenständige Isabel entschieden hat.<BR />