Freitag, 29. Januar 2021

Mit Puzzles durch die Pandemie

Seit 26 Jahren gilt der 29. Jänner als Internationaler Puzzletag. Und selten wurde so viel gepuzzelt wie seit Beginn der Corona-Pandemie. Paulette Lamber, Geschäftsführerin des Athesia Kalenderverlags, ist unter anderem für den Bereich Puzzle verantwortlich – und berichtet von den neusten Trends.

Heute schon gepuzzelt?
Heute schon gepuzzelt? - Foto: © Shutterstock / shutterstock
STOL: Frau Lamber, seit fast einem Jahr hat uns das Coronavirus fest im Griff, ein Lockdown folgt dem nächsten. Hat sich das auf den Verkauf von Puzzles ausgewirkt?

Paulette Lamber: Schon vor dem Ausbruch der Krankheit in Europa haben wir bei Heye Puzzle eine deutliche Steigerung der Nachfrage aus Asien verzeichnet, die man rückwirkend durchaus auch mit dem dortigen Pandemie-Verlauf in Zusammenhang bringen kann. Tatsächlich haben wir unseren Puzzle-Umsatz im vergangenen Jahr mehr als verdoppelt und die Nachfrage sogar verdreifacht.



STOL: Hatten Sie Engpässe oder waren auch mal ausverkauft?

Lamber: Im Moment eigentlich ständig. Was ins Lager kommt, ist auch sofort wieder weg. Und das, obwohl unser Hersteller sogar schon eine zusätzliche Schicht eingerichtet hat. Zwischenzeitlich gab es sogar keine Puzzlepappe mehr. Wir könnten auch in China oder anderswo produzieren lassen, das wollen wir aber nicht. Unsere Puzzles kommen aus Bayern, aus Jettingen. Ausnahmsweise wurde dieses Jahr in den USA produziert, bei einem Tochterunternehmen unseres Herstellers.


STOL: Welche Motive sind zur Zeit besonders beliebt?

Lamber: Die Motivvorlieben sind in allen Ländern ganz verschieden. Besonders beliebt in unserem Programm bei Heye sind derzeit die lustig-verrückten Monster von Zozoville und die knallbunten Tierportraits von Dean Russo.



STOL: Und wie sieht es bei den Puzzlegrößen aus?

Lamber: Am meisten gekauft werden Puzzles mit 1000 Teilen. Das kann jeder schaffen, und für die Größe von etwa 50 x 70 Zentimetern findet sich auch überall Platz.


STOL: Gibt es Tipps, wie man sich beim Puzzlespiel verbessern kann?


Lamber: Absolut. Es hat ja viel mit räumlichem Vorstellungsvermögen und Konzentrationsfähigkeit zu tun, die sich mit Übung verbessern lassen. Man hat immer ein Teil von einem großen Ganzen in der Hand und kann sein Auge auf Details und Farben schulen.

STOL: Was raten Sie Anfängern? Und was Fortgeschrittenen?

Lamber: Je bunter und wimmeliger ein Motiv, desto leichter tut man sich. Dann kann man die Teile schön nach Farben sortieren und gut zuordnen. Wir haben aber auch Bilder für Profis, wo ein Drittel Himmel, ein Drittel Meer und ein Drittel Sand abgebildet sind.


STOL: Was puzzeln Sie persönlich am liebsten?


Lamber: Die Cartoon-Serie „Funky Zoo“ von Marino Degano ist eine super Sache. Die einzelnen Motive sind voller amüsanter Szenen und ergeben darüber hinaus aneinandergelegt einen riesigen Tierpark.

liz

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