<b>Von Stephan Niederegger</b><BR /><BR />Im Herzen sei er immer schon Kirchenmusiker gewesen und habe sich schon als Kind viel lieber an die Orgel als an das Klavier gesetzt, erzählt der leidenschaftliche Musiker mit leuchtenden Augen. Seit rund sieben Jahren wohnt und arbeitet Dominik Bernhard in Südtirol. Er sei seinen Eltern dankbar, dass sie schon früh sein Talent erkannt und gefördert haben, sagt er.<h3> Die Familie</h3>Die Familie ist ihm gleichsam Stütze und Kraftquelle. Er fährt immer wieder gerne mit seiner Frau und den Kindern ins Allgäu, um seine Mutter Ursula – sein Vater Bruno ist vor drei Jahren gestorben – und seinen jüngeren Bruder Daniel zu Hause zu besuchen. Auf dem Weg dorthin machen die Fünf auch ab und an Zwischenstation bei der Schwägerin in Innsbruck. <BR /><BR />In seinem Beruf seien die Freizeit und der Beruf nicht so klar trennbar. Wenn der 43-Jährige vielfach an den Abenden und Wochenenden zu Proben, Referaten, Veranstaltungen oder Konzerten unterwegs ist, so versucht er, sich doch den einen oder anderen Tag unter der Woche, aber auch das eine oder andere Wochenende freizuhalten. <BR /><BR />Diese Zeit gehört den Kindern – und seiner Frau, damit auch „die Paarbeziehung im Familienalltag nicht zu kurz kommt.“ Die beiden singen und musizieren zu Hause mit Johannes (7), Katharina (5) und Magdalena (3) und auch immer wieder „nur“ zu zweit: „Es tut gut, wenn wir miteinander musizieren.“<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1227543_image" /></div> <BR /><BR />Als Referent für Kirchenmusik der Diözese und als Vorsitzender der Diözesanen Orgelkommission beinhaltet Dominik Bernhards Arbeit vielfach strukturelle Tätigkeiten. Daher vermisst er manchmal das aktive Musizieren, gibt er unumwunden zu und freut sich, wenn es ihm gelingt, etwas Zeit für ein Orgelkonzert und die dazu nötige Vorbereitungszeit „freizuschaufeln“.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1227546_image" /></div> <h3> Meer und Familienwoche</h3>Einmal im Jahr geht es für eine Woche an die Adria, vor allem der Kinder wegen, die es genießen, im Sand zu spielen und mit Mama und Papa im Wasser zu plantschen. Und die Familienwoche der Charismatischen Erneuerung Südtirol ist mittlerweile auch fixer Termin im Kalender.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1227549_image" /></div> <BR /><BR /> In Natz bei Brixen werden Paare mit ihren Kindern eine Woche lang begleitet – mit kindgerechtem Programm und paarbezogenen Themen sowie gemeinsamer Zeit mit der Familie und mit den anderen Teilnehmern.<h3> Gelebter Glaube</h3>Es sei ein „großes Privileg“, dass er durch die Kirchenmusik den Glauben mit Musik verknüpfen und ausdrücken kann, philosophiert Dominik Bernhard: „Je älter ich werde, umso tiefer empfinde ich die Verbindung zwischen religiösem und musikalischem Kontext.“<BR /><BR /><embed id="dtext86-71898385_listbox" /><BR /><BR /> Seit einiger Zeit lese er täglich die Bibel. In den Texten des Alten und Neuen Testamentes finde er den Anker fürs Leben, erklärt der überzeugte Katholik. Derzeit ist er bereits im zweiten Lesedurchgang und findet immer wieder Neues in dem vermeintlich Bekannten. Manchmal bringt ein Satz genau die aktuelle Lebenssituation auf den Punkt, an anderen Tagen regt ein strenger Text zum Nachdenken an oder ruft gar nach weiteren Erklärungen. Dabei helfen ihm das Internet oder der Rat eines „theologischen Kollegen“. <BR /><BR />Viele der Texte wirken frei für sich, manche seien indes sehr herausfordernd, erzählt er von seinen Erfahrungen mit dem „Buch der Bücher“.<h3> Die Chöre</h3>Die Arbeit als Chorleiter ist ebenso ein wichtiges Standbein in der täglichen Musizierpraxis des 43-Jährigen und für ihn eine weitere Kraftquelle. Man mühe sich zwar manchmal in der Probe ab, aber „ich gehe immer erfüllt heim.“ Er sieht und fühlt sich immer noch als Lernender. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1227552_image" /></div> <BR />In der Liturgie und Musik entdeckt er dauernd Neues – und gerade auf diese Neugierde will er nicht verzichten.<BR /><BR /><embed id="dtext86-71898384_listbox" />