„Im Oktober wäre besser gewesen, wir hätten zugesperrt“, veranschaulicht Alessandro Marzola, Geschäftsführer der Plose Ski AG, wie wetterabhängig die Aufstiegsanlagen arbeiten: „Im Oktober wurde wegen des schlechten Wetters weniger als die Hälfte des sonstigen Umsatzes erwirtschaftet“. <BR /><BR />Auch der September und der Frühling waren geprägt von vielen Niederschlägen. Nichtsdestotrotz: „Es war ein sehr positiver Sommer. An Schönwettertagen kamen die Wanderer auch von weit weg her“, sagt Marzola. <BR /><BR />Im Vergleich zum Sommer 2023 erzielte die Plose Ski AG bei den Gästen einen Zuwachs von 3 Prozentpunkten, bei der Anzahl der Durchfahrten ein Mehr an 4 und bei den Einnahmen von 12 Prozentpunkten. „Ein Stück weniger“ kamen Radfahrer. Auch weil sich laut Marzola durch die E-Bikes das Fahrverhalten verändert und anstelle von Trails längere Touren gefahren werden, um die Landschaft zu genießen.<h3> Freizeittickets bringen mehr Wanderer ins Gebiet</h3>Viele Wanderer kamen über das Freizeitticket mySummercard, von denen 6700 verkauft worden waren, und die 4141 myLift-Abos für die Aufstiegsanlagen Plose und Gitschberg-Jochtal. <BR /><BR />An letzterem hat sich die Gitschberg-Jochtal AG diesen Sommer das erste Mal beteiligt. Und sie will es wieder tun, weil es ein tolles Angebot ist und „mehr Personen ins Gebiet gebracht hat“, sagt Geschäftsführer Christoph Seeber. Er und Präsident Karl Leitner sprechen von einem guten Sommer mit 460.000 Durchfahrten, 4 Prozent mehr als 2023. Vor allem von den 9 Wochen mit schönem Wetter im Hochsommer wurde profitiert. Die Steigerung führt Seeber auch darauf zurück, dass die Bahnen heuer keine Mittagspause hatten.<BR /><BR /> Einnahmenmäßig gab es laut Seeber ein Plus von 35 Prozentpunkten. Dazu beigetragen habe sicherlich auch, dass im Hochsommer die Bergbahnen nicht mehr im Paket der Almencard für Touristen inkludiert sind.<BR /><BR />Auch die Vorzeichen für die Wintersaison sind laut Marzola und Seeber gut. Mit Ende Oktober wurde der Vorverkauf „Skifahren für alle“ abgeschlossen. Dieses Skipass-Abo gilt für die Skigebiete Plose und Gitschberg-Jochtal sowie für die Skilifte in Lüsen, Villnöß, Feldthurns und Terenten. Laut Seeber wurden 11.286 solcher Abos (6 Prozent mehr) verkauft, davon 860 myWintercards, die zusätzlich die Eintritte für die Eishalle Brixen, das Hallenbad Acquarena, die Kletterhalle Vertikale und das Pharmaziemuseum beinhalten.<h3> In Beschneiung investiert</h3> Hinsichtlich der Wintersaison, die am 5. Dezember beginnt, spricht Marzola vom ersten normalen Winter nach Abschluss der Bauarbeiten zur neuen Plose-Kabinenbahn mit Mittelstation, die vorigen Winter erstmals in Betrieb war. Für diesen wurde laut Marzola in die Beschneiung der Trametsch-Piste investiert. <BR /><BR />Im Vorjahr war diese wegen der auf 1300 Meter gerückten Schneefallgrenze kaum präparierbar. „Die klimatischen Veränderungen sind da, aber solange es Sinn macht, werden wir die Pisten ins Tal weiterführen“, sagt Marzola.<h3> Neuer 6er-Sessellift Steinermandl </h3>Die Gitschberg-Jochtal AG hat rund 10 Millionen Euro in neue Infrastrukturen investiert, informiert Seeber. Zurzeit wird der neue 6er-Sesselift kollaudiert, der im Sommer anstelle des 4er-Sesselliftes Steinermandl mit 3 Garagen für die Pistenfahrzeuge, Werkstatt und unterirdischem Sesselmagazin errichtet wurde. „Der neue Lift hat eine Sitzheizung und eine Haube, und er verkürzt die Fahrzeit um die Hälfte“, zählt Seeber dessen Vorteile auf. <BR /><BR />Neu ist auch die Kids-Cross-Strecke mit Hügeln und Sprüngen beim Steinermandl und die Ski-Movie-Strecke auf der Seepiste (unterm Speicherbecken). Auf der 250 Meter langen Rennstrecke können Skifahrer ihre Fahrt per Video und Zeitmessung festhalten lassen, erklärt Seeber.