„Wir wissen nicht, ob Tiger spielt, wir erwarten aber eine große Wettkampf-Woche“, sagte Greg McLaughlin und zeigte sich damit ahnungslos. Dabei ist McLaughlin nicht nur Turnierdirektor, sondern auch Präsident von Woods' Stiftung, die von der Veranstaltung profitieren soll. Ob Woods überhaupt spielen kann, hat er noch nicht verraten. „Ich hatte ein paar Schnittwunden, Prellungen, und im Moment tut es mir ziemlich weh“, sagte der 33-Jährige in einer ersten Stellungnahme.Eine Pressekonferenz mit dem Multimillionär ist für Dienstag (Ortszeit) angesetzt. Sollte Woods dort wirklich auftauchen, wäre ihm ein enormer Medienrummel gewiss: Zu viele Fragen sind nach seinem Autounfall noch offen – auch wenn er sich am Sonntag auf seiner Homepage erstmals geäußert hat. Eine Befragung der Polizei hat Woods auch am dritten Tag nach dem Crash platzen lassen.„Diese Situation ist mein Fehler, und es ist offensichtlich peinlich für meine Familie und mich. Ich bin nur ein Mensch und nicht perfekt. Ich werde sicherstellen, dass so etwas nicht mehr passiert“, schrieb der Amerikaner am Sonntag. Der 14-malige Major-Sieger betonte, es handle sich um eine Privatsache – und dabei solle es bleiben.Sein Manager Mark Steinberg erklärte, dass ein Gespräch mit der Florida Highway Patrol eine freiwillige Angelegenheit sei: „Tiger hat realisiert, dass dies eine Sache von großem öffentlichen Interesse ist.“ Der Polizei wurde mitgeteilt, dass er nichts mehr zu ergänzen habe und die Privatsphäre seiner Familie schützen wolle.Woods war mitten in der Nacht mit seinem Cadillac-Geländewagen in der Nähe seines Grundstücks von der Straße abgekommen: Das Auto streifte einen Hydranten und prallte kurz darauf gegen einen Baum. „Ich verstehe die Neugier, aber die vielen falschen, unbegründeten und bösartigen Gerüchte über meine Familie und mich sind unverantwortlich“, schimpfte Woods.Bei dem Aufprall hatte sich der Großverdiener des Weltsports mit einem geschätzten Jahresverdienst von 100 Millionen Dollar aus Werbeverträgen und Siegprämien Schnittwunden im Gesicht zugezogen und war in ein Krankenhaus gebracht worden. Um ihren halb bewusstlosen Mann zu befreien, habe seine Ehefrau Elin die Rückscheibe des Autos mit einem Golfschläger eingeschlagen. „Meine Frau hat mutig gehandelt, als sie sah, dass ich verletzt und in Gefahr war. Sie war die erste Person, die mir half. Alle anderen Angaben sind absolut falsch“, erklärte Woods.Es hatte Gerüchte gegeben, wonach es zu einem handfesten Streit zwischen dem Ehepaar Woods gekommen sei, infolgedessen der Unfall passierte. Grund für die Auseinandersetzung: Eine angebliche Affäre des Golfers mit einer Kellnerin.dpa/stol