2021 hatten die Betriebe im Gemeindegebiet Brenner insgesamt 146.770 Nächtigungen verzeichnet. Das sind im Vergleich zum Vorjahr 5,57 Prozent weniger. Grund für den Rückgang war unter anderem die Nutzung des Militärferienheims „Soggiorno Montano“ als Covid-Quarantänestation.<BR /><BR />Über das abgelaufene Jahr berichtete der Präsident Harald Siller bei der jüngsten Vollversammlung des Tourismusvereins Gossensaß.<BR />Bei den Ankünften verzeichneten die Betriebe der Gemeinde hingegen ein Plus von 7,35 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Es wurden im Jahr 2021 39.006 Ankünfte verbucht – im Jahr 2020 waren es nur 36.332 gewesen. „Vor der Pandemie – also im Jahr 2019 – verbuchten wir 63.411 Ankünfte“, verglich Siller. <h3> Durchschnittliche Aufenthaltsdauer sinkt weiter</h3>Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer des Gastes in den 49 Betrieben lag 2021 bei 3,8 Tagen. „Aus den Zahlen geht hervor, dass die Ankünfte etwas angestiegen, die Aufenthaltsdauer jedoch zurückgegangen sind“, erklärte der Präsident. Die Gäste kämen nach wie vor hauptsächlich aus Italien und dem deutschsprachigen Raum. Positiv auffallend ist laut Siller ein Zuwachs der polnischen und tschechischen Gäste.<BR /><BR />Siller berichtete, dass im vergangenen Jahr mehrere Projekte, wie der „Abenteuerweg – Dem Wasser auf der Spur“ und die Arbeiten bei der Nestl-Zone abgeschlossen worden seien. Für das laufende Jahr kündigte er zahlreiche Veranstaltungen, wie das Sommerwochenprogramm oder die Sommerkonzerte, an. <BR /><BR />„Die Veranstaltungsreihe ‚Berg & Blume‘ mit verschiedenen Höhepunkten und dem Fotowettbewerb findet von Samstag, 16. Juli, bis einschließlich Sonntag, 31. Juli, statt“, sagte Siller. Am 9. September sei Gossensaß Etappenziel des „Transalpine Run“. 2022 soll zudem das Tourismusbüro saniert und umgebaut werden. Bürgermeister Martin Alber unterstrich in seinen Grußworten, dass sich der Betten-Stopp auf lange Sicht negativ auswirke.<h3> Umfahrungsstraße dringend notwendig</h3>„Ein weiteres und andauerndes Problem ist der Verkehr, vor allem an den Feiertagen“, sagte Alber und forderte die Wirte auf, sich zur Wehr zu setzen. Die Umfahrungsstraße in Gossensaß sei dringend notwendig und müsse so rasch wie möglich umgesetzt werden. Weiters seien mehrere Projekte in Planung, wie der Bau einer Kneippanlage am Redwitzplatz und 3 Grillplätze. <BR /><BR />Das Militärferienheim solle über die Sommermonate geöffnet werden. Da die Infrastruktur sanierungsbedürftig sei, sei die Weiterführung des Ferienheims offen, sagte Alber. HGV-Gebietsobmann Manfred Volgger forderte die Wirte auf, mehr Druck wegen der zunehmenden Verkehrsbelastung auszuüben. Stefanie Prieth von der IDM betonte, dass Südtirol zum beliebtesten, nachhaltigen Erlebnisraum werden sollte.<BR /><BR />August Seidner, Präsident der Bergbahnen Ladurns, berichtete vom hohen Qualitätssprung, den das Skigebiet durch die Erneuerung der Aufstiegsanlagen und der Infrastruktur an der Talstation gemacht habe. <BR />