Dienstag, 06. August 2019

Neue Anschuldigung gegen R. Kelly: Prostitution von Minderjähriger

Neben laufenden Prozessen wegen sexuellen Missbrauchs muss sich der US-Sänger R. Kelly nun auch wegen des Vorwurfs der Prostitution einer Minderjährigen im Bundesstaat Minnesota verantworten. Der Sänger wird in zwei Tatbeständen beschuldigt, die zu einem Vorfall im Juli 2001 gehören, wie ein Staatsanwalt des Hennepin County mit Sitz in Minneapolis am Montag (Ortszeit) mitteilte.

R. Kelly wird des schweren sexuellen Missbrauchs beschuldigt. - Foto: APA (AFP)
R. Kelly wird des schweren sexuellen Missbrauchs beschuldigt. - Foto: APA (AFP)

Dem mutmaßlichen Opfer zufolge soll Kelly dort die damals 17-Jährige überredet haben, für Geld in seiner Hotelsuite zu tanzen. Dabei hätten die Minderjährige und Kelly sich entkleidet, Kelly habe sie dann „am ganzen Körper“ inklusive des Intimbereichs angefasst, hieß es weiter in der Mitteilung der Staatsanwaltschaft.

Der Sänger habe ihr anschließend Zutritt verschafft zu seinem Konzert in Minneapolis, das sie eigentlich erst mit 18 Jahren hätte besuchen dürfen. Über die neuerlichen Vorwürfe, die das mutmaßliche Opfer im Januar 2019 der Polizei meldete, hatte der US-Sender CNN berichtet.

Den Angaben nach ist unklar, ob der heute 52-Jährige mit bürgerlichem Namen Robert Sylvester Kelly wegen der Vorwürfe in Minnesota selbst vor Gericht erscheinen wird. Kelly hat erst in der Vorwoche erneut seine Unschuld vor einem Gericht in New York beteuert. Dort und in seiner Heimatstadt Chicago laufen Verfahren wegen sexuellen Missbrauchs und Erpressung. Der frühere Superstar („I Believe I Can Fly“) soll Mitarbeiter angestiftet haben, Mädchen für illegale sexuelle Handlungen zu gewinnen.

Die Staatsanwaltschaft in Chicago legte ihm in der Anklage unter anderem die Produktion von Kinderpornografie und Behinderung der Justiz zur Last. Acht von zehn Frauen, die Kelly misshandelt haben soll, waren zur angeblichen Tatzeit minderjährig. Der Musiker bestreitet die Vorwürfe und wirft seinen Kritikern vor, Rufmord-Kampagnen gegen ihn zu betreiben.

dpa

stol