Samstag, 16. April 2016

Noah hebt ab: Ein Herzenswunsch geht in Erfüllung

Die freudige Aufregung war dem schüchternen kleinen Noah anzusehen, als er am Samstag in Begleitung seines Vaters Alexander und einiger Carabinieri am Bozner Flughafen eintraf. Kein Wunder, sollte doch einer seiner Herzenswünsche in Erfüllung gehen: ein Rundflug mit dem Helikopter der Carabinieri.

Gruppenfoto vor dem Helikopter (von links): Hubschraubertechniker Guido Mazzocchi, der zweite Pilot Brigadier Simone Piana, Pilot und Feldwebel Alessandro Fluterio, der Kommandant der Carabinierikompanie Brixen, Hauptmann Christian Spangnuolo, Noah, Oberstleutnant Francesco Bilancioni, Noahs Vater Alexander Prader und Oberstleutnant Massimo Rosati. - Foto: DLife/df
Gruppenfoto vor dem Helikopter (von links): Hubschraubertechniker Guido Mazzocchi, der zweite Pilot Brigadier Simone Piana, Pilot und Feldwebel Alessandro Fluterio, der Kommandant der Carabinierikompanie Brixen, Hauptmann Christian Spangnuolo, Noah, Oberstleutnant Francesco Bilancioni, Noahs Vater Alexander Prader und Oberstleutnant Massimo Rosati. - Foto: DLife/df

Auf den ersten Blick ist Noah ein ganz normaler 10-Jähriger. Der Junge aus Brixen geht zur Schule und spielt in seiner Freizeit leidenschaftlich gerne Fußball. Und doch gibt es etwas, was ihn von den anderen Kindern unterscheidet: Noah leidet an Zapfendystrophie, einer Krankheit, die ihm nach und nach das Augenlicht nimmt.

Daher hat Noah gemeinsam mit seinen Eltern eine Liste erstellt, die all jene Dinge beinhaltet, die der tapfere Junge noch erleben und vor allem sehen möchte, bevor er erblindet. Seine Wünsche sind die, die wohl viele Kinder in seinem Alter haben: Reiten, ein Dinosaurier-Museum besichtigen, aber auch Amerika besuchen und eben mit einem Helikopter abheben. Und genau dieser Wunsch wurde ihm am Samstag erfüllt.

„Noah hat sich sehr auf diesen Tag gefreut“

Etwas schüchtern, aber doch sichtlich beeindruckt stieg Noah am Vormittag aus jenem Auto, das ihn und seinen Vater zum Flughafen gebracht hatte. Kurz darauf betrat er die große Halle, in der der Helikopter bereits auf ihn wartete. „Noah hat sich sehr auf diesen Tag gefreut und war schon ein wenig aufgeregt, sodass es mit dem Schlafen gestern Abend nicht so recht klappen wollte“, schmunzelte Papa Alexander bei der Ankunft.

Auch er freute sich auf den Flug, der die Besatzung von Bozen über die Dolomiten und Gröden bis zur Landung am Sportplatz von Brixen bringen wollte.

Noah und sein Vater Alexander Prader freuten sich sichtlich auf den Hubschrauberflug. - Foto: DLife/df

Kontrollen vor dem Abflug

Bevor der Helikopter endgültig abheben konnte, waren erst einmal einige Vorbereitungen angesagt. In einem Briefing half Noah mit, die Wetterlage und die Sicherheit des Personals zu checken und das Fluggerät zu kontrollieren.

Und dann war es endlich soweit: Die Türen des Hubschraubers wurden geöffnet und Noah durfte im Inneren Platz nehmen. Der Techniker kontrollierte ein letztes Mal, ob auch alles in Ordnung ist, und kurz darauf wurde auch schon der Motor mit lautem Getöse in Gang gesetzt.

Schneller und immer schneller begannen sich die Rotoren zu drehen, bis der Hubschrauber schließlich langsam aber sicher den Boden unter dem Landegestell verlor, um dem tapferen Noah einen Herzenswunsch zu erfüllen: Sich ein Mal ganz frei zu fühlen und seine Heimat von oben zu sehen!

stol/deb

stol