Kurz gesagt: Sie tun das, was man laut Packungsbeilage mit den Dingen auf gar keinen Fall tun sollte. Und sie haben einen Mordsspaß dabei.Ihre Sendung „Ikke gjør dette hjemme“ heißt zu Deutsch „Mach das bloß nicht zu Hause“ und ist einer der Exportschlager des norwegischen Rundfunks NRK.Dabei hatten die beiden norwegischen Moderatoren – einer ist Komiker, der andere ein Wissenschaftler – bei ihrer Sendung nicht nur den Spaß im Hinterkopf.Wenn sie einen Wohnwagen mittels eines Vakuums zusammenfalten oder die Kompostierung eines toten Rehs über Wochen beobachten, kann der Fernsehzuschauer durchaus etwas lernen.Trunkenheit im Namen der WissenschaftEbenso skurril und nicht zum Nachmachen empfohlen ist die Serie „Fylla“, zu Deutsch „Suff“, die ebenfalls im öffentlich-rechtlichen NRK ausgestrahlt wurde.Hier wollte Moderator Ole André Sivertsen wissen, was eigentlich mit dem Körper geschieht, wenn wir uns so richtig betrinken. Alles im Namen der Wissenschaft.Let it flowDoch auch das andere Extrem macht in Norwegen Quote: das „Sakte-TV“, das langsame Fernsehen oder auch Englisch „Slow TV“ genannt.Kein Action, kein Drama, nein, es gibt nicht einmal eine geplante Handlung bei diesem Genre, das inzwischen international Nachahmer findet. Die Devise ist: Let it flow.Für Rune Møklebust ist dieses Slow-TV kein Phänomen, das nur in Norwegen funktioniert. „Wenn man an den Inhalt glaubt, dann kann man dem Fernsehzuschauer einiges zumuten“, meint der Journalist.Es käme auf das Thema an. Für die Norweger spielt die Natur eine große Rolle, deshalb kann man ihnen ein 12-stündiges Programm über Holz zumuten.Andere Länder müssten einfach nur Ihr Thema finden und es richtig präsentieren, meint Møklebust.dpa