Als „Ösi Bua“ tritt der 22-Jährige, der in Burundi geboren wurde, auf und legt wenig Wert darauf, besonders anspruchsvolle Lieder zu produzieren: „Ich will was Neues machen mit einfachen Texten, damit mich auch die jungen Leute verstehen.“Musik solle keine „große Kunst“ sein, erklärte er im APA-Gespräch. Bisher veröffentlichte Mugiraneza seine Single „I bin da Ösi Bua“, die als Download bei iTunes erhältlich ist.Das Lied, das mit Textzeilen wie „I ess gern Schweinsbraten, dazu an Leberkas, i trink a Hoibe Bier und schau dabei verdammt guat aus“ aufwartet, kann bereits knapp 400.000 Klicks auf Youtube vorweisen.„Wir produzieren sehr viel und dieses Jahr soll noch ein Album rauskommen. Es liegt noch viel Arbeit vor uns“, meinte der Musiker.Hubert von Goisern ist sein „großes Vorbild“ Große Ambitionen hegt er etwa bei europäischen Gesangswettbewerb: „Mich haben schon viele auf den Song Contest angesprochen. Vielleicht mach' ich ja nächstes Jahr mit.“An Selbstvertrauen mangelt es dem „Ösi Bua“, der in Hubert von Goisern sein großes Vorbild gefunden hat, jedenfalls nicht: „Ich habe in meinem Leben nie gezögert, wenn ich an etwas geglaubt habe.“Nach Österreich kam er mit neun Jahren gemeinsam mit seiner Familie als politischer Flüchtling. „Seitdem haben wir alles daran gesetzt, dass wir richtige Ösis werden“, erzählte Mugiraneza. Nach dem ersten Jahr im Flüchtlingslager Traiskirchen wohnt die Familie in Linz.Immer mit der Lederhose unterwegs Aufmerksamkeit ist dem dunkelhäutige Rapper, der nie ohne Lederhose das Haus verlässt und etwa einen selbst gebastelten Spazierstock inklusive einer Klingel, einer Halterung für eine Flasche Bier und ein Schnapsglas hat, gewiss: „Ich bin eine Person, die immer auffällt, auch wenn ich ganz normal angezogen wäre. Aber die meisten Leute reagieren positiv. Ich komme mit jedem zusammen und meistens endet eine Begegnung mit einer Halben Bier.“Praktisch keine negativen Erfahrungen erlebte Mugiraneza, der die Staatsbürgerschaft besitzt, seit seiner Ankunft in Österreich.„Wir sind sehr gut aufgenommen worden. Alle Zuwanderer, die hierher kommen und sagen, dass es ihnen schlecht geht, lügen und machen sich etwas vor. Bei ihnen daheim würde es ihnen viel schlechter gehen.“ Seine afrikanische Herkunft hat er noch nicht musikalisch eingebaut, aber „ich liebe und lebe meine Wurzeln, es wird dazu noch Lieder geben, aber kein 'Hakuna Matata', sondern etwas Spezielles“.