Donnerstag, 01. April 2021

Ostern: Zeit des Aufbruchs!

Ostergrab, Ratsche, Fastentuch, Osterspeisen, Eierfärben, Eierpecken und „Frohe Ostern“ wünschen: „Versuchen wir trotz Corona-Pandemie das Osterfest als Zeit des Aufbruchs zu erleben und die Osterbräuche im familiären Kreis unseren Kindern und Jugendlichen weiterzugeben. So erfahren sie Halt und Orientierung.“ Dies betonen die Südtiroler Bäuerinnen in einer Aussendung.

Schön geschmückter Osterkorb mit Osterzopf, Kren, Eier, Brot und Speck.
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Schön geschmückter Osterkorb mit Osterzopf, Kren, Eier, Brot und Speck. - Foto: © Armin Huber
Das Osterfest ist ein christliches Fest. In der Kirche werden die Osterkugeln und das Heilige Grab aufgestellt, die Ratsche (Holzklapper) ersetzt den Glockenklang in Turm und Kirche. Früher gab es große Fastentücher, die in der Kirche angebracht wurden. Darauf war das Leiden und Sterben Jesu Christi bildhaft dargestellt, denn die Leute konnten kaum lesen und schreiben. So dienten die Fastentücher wie ein Bilderbuch. Die Segnung der Osterspeise während der Ostersonntagsliturgie gehört zu Ostern dazu: Ein schön geschmückter Osterkorb mit Osterzopf, Kren, Eier, Brot und Speck. Die gesegneten Speisen werden zu Hause in der Familie gegessen. Die Patenkinder bekommen vom Paten ein „Fochaz“.

Ostern: Zeichen des Neubeginns, der Erlösung und der Freude

„Es ist wichtig, dass wir uns gerade heuer in diesem doch so schwierigem Jahr ganz bewusst auf das Ei als Symbol des Neubeginns besinnen“, wünscht sich Landesbäuerin Antonia Egger. Die Ostereier werden nach altem Brauch am Gründonnerstag gefärbt. (unten im Artikel die Anleitung zum Eier färben der Südtiroler Bäuerinnen) Das hat mit „Antlass“ zu tun: Das Wort bedeutet so viel wie Ablass oder Nachlass der Sünden und stammt aus der Zeit, als die Bauern am Gründonnerstag ihren Grundherren Steuern in Form von Eiern bezahlen mussten. Antlasseier gelten bis heute noch als Heil- und Glücksbringer. „Färben wir heuer ganz bewusst die Ostereier. Nutzen wir das Osterfest als Hoffnung der Auferstehung, als Zeit des Aufbruchs“, so die Landesbäuerin.




UnVERZICHTbar

So wie die lokalen, saisonalen und fairen Produkte unverzichtbar sind, sind auch die Osterbräuche unverzichtbar. Mit dieser Botschaft möchte die Südtiroler Bäuerinnenorganisation die Aktion unVERzichtbar abschließen und veröffentlicht am Ostersonntag das letzte Video und zwar mit der Bäuerin Patrizia Prantl vom Schrenteweinhof in Lana zum Produkt Apfel (YouTube-Kanal „Südtiroler Bäuerinnenorganisation“).

Landesbäuerin Antonia Egger: „Legen wir heuer ganz bewusst lokale Produkte – Osterzopf, Kren, Eier, Brot und Speck oder Osterschinken – in den Osterkorb und genießen wir sie gemeinsam am Familientisch.“

Hier die Anleitung zum Eier färben.








stol