Früher hat er Fußball gespielt, das Laufen hat er nach Knieproblemen aufgegeben. Im Winter geht er mit den Kindern zum Skifahren, im Sommer ein wenig wandern. Das war's auch schon. <BR /><BR />Aktiver Sport spielt bei Paul Romen aktuell eher eine Nebenrolle. Gezwungenermaßen, da er als Angestellter, Bürgermeister, SVP-Ortsobmann, dreifacher Vater, Vereins- und nun auch als Verbandsfunktionär reichlich zu tun hat. Es stört ihn aber nicht, da er „ohnehin keine Sportskanone“ ist, wie er einräumt.<BR /><BR />Das sportliche Vereinsleben war und ist ihm aber sehr wohl wichtig, wenngleich er diesen Bereich eher beiläufig für sich entdeckt hat. „Ich habe während des Studiums zeitweise als Turnlehrer an der Mittelschule von Jenesien unterrichtet“, erzählt er. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="972100_image" /></div> <BR />Das gab einem Sportvereinsfunktionär damals den Anlass, ihn zur Mitgliedschaft im örtlichen Verein zu überreden und als Jugendtrainer die Fußballer zu betreuen. Einige Jahre später saß Paul Romen bereits im Ausschuss, und 1990 wurde er zum Präsidenten gewählt. <h3> In Jenesien an der Vereinsspitze</h3>Seither – es sind jetzt immerhin 34 Jahre – führt er den ASV Jenesien und staunt selber, welche Entwicklung der Verein durchlebt hat. „In den 1980ern“, erinnert er sich, „gab es bei uns nicht viel mehr als Fußball.“ Ein wichtiges Vorhaben sei es daher gewesen, auch den Mädchen im Dorf (die damals nicht Fußball spielten) etwas Sportliches anzubieten. Und so veranstaltete der ASV Jenesien 1988 erstmals einen Skikurs in Reinswald. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="972103_image" /></div> <BR />Heute leitet Paul Romen einen Sportverein mit nicht weniger als 11 Sektionen und ist froh, viele einsatzkräftige Mitarbeitende im Dorf zu haben. „Es wird immer schwieriger, Freiwillige zu finden“, sagt er und spricht damit aus, womit zahlreiche Vereine zu kämpfen haben.<BR /><BR /> Noch schwieriger sei es, jene Posten zu besetzen, die mit Verantwortung verbunden sind. Das habe einerseits mit der gesetzlichen Haftung zu tun, andererseits mit der zeitlichen Verpflichtung. „Die Leute möchten oder können sich heutzutage oft nicht mehr für längere Zeit binden.“ <h3> In Südtirol an der Verbandsspitze</h3>Auf Paul Romen selbst trifft das alles offenbar nicht zu. Obwohl er als Bürgermeister jede Menge Verpflichtungen hat und eben auch den örtlichen Sportverein leitet, nahm er im Mai dieses Jahres die Wahl zum VSS-Obmann an. <BR /><BR />Nach 24 Jahren im VSS-Ausschuss – zunächst als Bezirksvertreter, danach eine Amtsperiode lang als Vizeobmann – ist er in die Fußstapfen von Günther Andergassen getreten. „Mehr Arbeit als erwartet“ hat ihn im Landesverband empfangen. Doch sie macht ihm Spaß, und er übt sich außerdem in der Kunst des Delegierens, wie er betont. Bei seinem Engagement im VSS geht es Paul Romen besonders um den Breitensport und um die jungen Menschen. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="972106_image" /></div> <BR />„Sport“, sagt er, „ist nicht nur wichtig für die Gesundheit, sondern er hat vor allem eine gesellschaftliche Funktion. Es geht um das Miteinander, die Integration, den Zusammenhalt.“ <h3> In der Familie sehr gefragt</h3>Anstrengend ist der Alltag von Paul Romen allemal. Aber gestresst wirkt der deshalb überhaupt nicht. Mit vierjährigen Zwillingen und einem Zehnjährigen im Haus sei Ruhe ohnehin ein Fremdwort, meint er schmunzelnd. Wann immer es geht, nehmen die Kinder ihren Papi in Beschlag. Die Kleinen steuern dann am liebsten die Spielplätze an.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="972109_image" /></div> <BR /> Schwimmen und Radfahren sind ebenfalls gefragt, im Winter natürlich Skifahren. Nicht hintanstehen soll bei allen Vaterfreuden Ehefrau Lara, die gern ins Theater oder zu Konzerten geht. Wenigstens hin und wieder stehen deshalb auch Abende zu zweit auf dem Programm. <BR /><BR />Das Einzige, was Paul Romen in seinem getakteten Alltag wirklich vermisst, ist die Musik. „Ich habe in der Jugend Saxophon gespielt, war auch bei der Musikkapelle.“ Sein Vater – die Familie wohnte in Bozen – brachte ihm damals zudem das Gitarrespielen bei, ein Bekannter den Umgang mit dem Schlagzeug. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="972112_image" /></div> <BR />Sehr gerne erinnert sich der 63-Jährige noch an die „Bands“, mit denen er auf vielen Festen aufgespielt hat. Der Kontakt mit den ehemaligen Musikkollegen ist bis heute aufrecht geblieben. „Manchmal überfällt mich dann doch ein bisschen Sehnsucht nach Muße, und es würde mich reizen, die Gitarre wieder in die Hand zu nehmen“, räumt er ein. Doch dann klingelt bestimmt das Telefon, und Paul Romen ist wieder ganz in seinem Rastlos-Modus. <BR /><BR /><embed id="dtext86-62476305_listbox" /><BR />