Donnerstag, 28. September 2017

„Playboy“-Gründer Hugh Hefner ist tot

Der Gründer des „Playboy“-Magazins Hugh Hefner ist im Alter von 91 Jahren gestorben. Das teilte das Unternehmen Playboy Enterprise am Mittwochabend (Ortszeit) mit.

Hugh Hefner ist tot.
Hugh Hefner ist tot. - Foto: © APA/AFP

Hefner „starb friedlich und unter natürlichen Umständen in seinem Haus “The Playboy Mansion„ im Kreis geliebter Menschen“, heißt es in der Mitteilung des „Playboys“.

Auf Twitter bestätigte der „Playboy“ ebenfalls den Tod des 91-Jährigen und postete ein Foto des Magazingründers mit der Überschrift „Die amerikanische Ikone“ und eines seiner berühmtesten Zitat: „Das Leben ist zu kurz, um den Traum eines anderen zu leben“.

Hugh Hefner gründete den „Playboy“ 1953. In der ersten Ausgabe hieß es: „Wenn Sie ein Mann sind, der Entertainment mit einer Spur Humor, gehobenem Anspruch und Würze mag, dann ist der Playboy für Sie bestimmt.“

Hefner veränderet die prüde US- Gesellschaft

Die Mischung aus Nacktaufnahmen, Artikeln, Interviews, deftigen Herrenwitzen und Tipps für den Umgang mit dem anderen Geschlecht veränderte in den kommenden Jahrzehnten für immer die Wahrnehmung der damals prüden US-amerikanischen Gesellschaft.

Der ursprünglich aus Chicago stammende Hefner schaffte zugleich ein Imperium, dessen Wert heute auf 500 Millionen Dollar (425 Mio Euro) geschätzt wird. Die Marke mit den stilisierten Hasen gilt als eine der bekanntesten Amerikas.

Die letzten Jahre wurde Playboy „jugendfreier“

In den vergangenen Jahren änderte das Unternehmen seine Ausrichtung im Erotikgeschäft: Um auch auf Twitter und Facebook aktiv sein zu können, gestalteten die Macher die US-Webseite in den vergangenen Jahren jugendfreier.

Auch im US-Heft sind seit vergangenem Jahr keine nackten Frauen mehr zu sehen. „Die Zeiten ändern sich“, hieß es vonseiten der amerikanischen Redaktion. „Das Bunny überwindet die Nacktheit.“

Promis trauern um „Playboy“-Gründer Hugh Hefner

Schauspieler, Musiker und Prominente haben über Twitter den Tod von „Playboy“-Gründer Hugh Hefner betrauert. 

US-Schauspieler Mark Hamill („Krieg der Sterne“) schrieb, er habe Hefner kurz vor der Premiere des ersten „Star Wars“-Films kennengelernt und einen typischen Lebemann erwartet. Stattdessen sei er ein lieber, aufmerksamer und loyaler Freund geworden.„Hef“ sei ein großartiger Mann gewesen, schrieb Kiss-Bassist Gene Simmons. „Dein Vermächtnis wird weiterleben“, fügte er hinzu.

Reality-Star Kim Kardashian, die selbst für den „Playboy“ fotografiert wurde, erklärte: „Ruhe in Frieden, legendärer Hugh Hefner. Es war eine Ehre für mich, dass ich Teil des Playboy-Teams sein durfte. Du wirst sehr vermisst werden! Liebe dich Hef!“ In einem weiteren Tweet ließ sie wissen, dass sie gerade mit Glamourgirl Paris Hilton in Erinnerungen an die Partys in der „Playboy Mansion“ schwelge.

Hilton würdigte Hefner in einer Nachricht als „Legende, Innovator und Unikat“. Dazu postete sie Fotos von sich und Hefner.

Der Talkmaster Larry King erklärte, Hefner sei ein Gigant im Verlagswesen und Journalismus gewesen. Er habe sich zudem für Bürgerrechte und Redefreiheit eingesetzt. Auch der US-Schauspieler Ike Barinholtz („Suicide Squad“) dankte dem „Playboy“-Gründer auf Twitter für den Einsatz für diese Rechte und „natürlich für die ganzen Ständer“.

dpa

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stol