Donnerstag, 03. Oktober 2019

Pompeo auf Familienspuren in den Abruzzen – und beim Papst

Gesperrte Straßen, flächendeckendes Parkverbot und Sicherheitsleute an allen Ecken: Das 1200-Einwohner-Dorf Pacentro in den Abruzzen hat am Donnerstag einen kleinen Ausnahmezustand erlebt. Grund war US-Außenminister Mike Pompeo, der während seiner Italienreise unbedingt die Heimat seiner Vorfahren besuchen wollte.

Pompeo besuchte Pacentro in den Abruzzen.
Pompeo besuchte Pacentro in den Abruzzen. - Foto: © ANSA / CLAUDIO LATTANZIO

Nach einer Privataudienz bei Papst Franziskus am Morgen ging es in den rund 160 Kilometer östlich von Rom gelegenen Ort.

„Ich hatte es meinem Vater versprochen“, sagte Pompeo laut Nachrichtenagentur Ansa. Nach italienischen Presseberichten waren seine Urgroßeltern Giuseppe Pompeo und Luisa Pacella Ende des 19. Jahrhunderts in die USA ausgewandert. Ihr Sohn Harry Pompeo heiratete Fay Brandolino, deren Eltern ebenfalls aus der Region stammten – aus dem 30 Kilometer entfernten Caramanico Terme, das jetzt vergeblich auf den Besuch des prominenten Amerikaners hoffte.

Aus Pacentro stammten auch die Großeltern von US-Popstar Madonna. Pompeo aß am Donnerstag mit Ehefrau Susan und Mitarbeitern in einem Restaurant und bezahlte – wie Wirt Carmine Cercone Ansa versicherte – mit seiner persönlichen Kreditkarte. „Jetzt habe ich auch seine Unterschrift zum aufbewahren“, sagte Cercone.

Pompeo reist am Freitag nach Montenegro und Nordmazedonien weiter, am Samstag steht Athen als letzte Station auf dem Programm. In Rom hatte er Italiens Präsidenten Sergio Mattarella, Ministerpräsident Giuseppe Conte und Außenminister Luigi Di Maio getroffen. Mit Papst Franziskus sprach er laut State Department am Donnerstag über Religionsfreiheit und vor allem über den Schutz christlicher Gemeinschaften im Nahen Osten.


dpa