Tierexpertin Petra Schwienbacher erklärt, was die Vor- und Nachteile sind und wie man den Hund aus dem Bett wieder hinaus bekommt.<BR /><BR />Fakt ist: Schläft der Hund im Bett, stärkt das die Beziehung zwischen Hund und Mensch. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass das ausgeschüttete Glückshormon Oxytocin schneller einschlafen lässt. In einer amerikanischen Studie gaben viele Probanden an, dass ihnen die Präsenz ihres Haustieres ein Gefühl von Geborgenheit gebe und sie dadurch besser schlafen würden.<h3> Wenn der Hund ins Bett darf</h3>Wer sich dafür entscheidet, dass der Hund ins Bett darf, sollte seinem Vierbeiner unbedingt von Anfang an beibringen, auf Signal das Bett zu verlassen. Dieses Signal gilt übrigens ebenso für Hunde, die aufs Sofa dürfen und wird wie folgt aufgebaut: <BR /><BR />- Der Hund liegt auf dem Bett. Der Mensch stellt sich etwas weiter weg und animiert den Hund herunterzuspringen, indem er zum Beispiel auf seine Oberschenkel klopft. Springt der Hund vom Bett, wird er gelobt und bekommt ein Leckerli. Das wird einige Male wiederholt.<BR /><BR />- Jetzt kann das Wortsignal „Runter“ eingeführt werden – am besten immer in Kombination mit der einladenden Handbewegung wie zuvor. Befolgt der Hund das Signal, wird er gelobt und bekommt ein Leckerli. Auch dieser Schritt wird einige Male wiederholt.<BR /><BR />- Nun kann das Handzeichen langsam wieder abgebaut werden. Reagiert der Hund dann zuverlässig auf das Signalwort, sollten auch die Leckerlis abgebaut und der Hund nur noch selten mit Futter belohnt werden.<h3> Mangelnde Hygiene und Hundehaare</h3>Das Hauptargument gegen Haustiere im Bett ist sicherlich mangelnde Hygiene. Im Fell des Hundes sammeln sich neben Schmutz auch schon mal Ungeziefer wie Zecken, Milben oder Flöhe. Wichtig ist daher, dass Hunde, die ins Bett dürfen, gut gepflegt sind. Nach jedem Spaziergang wird der Hund nach Zecken und anderen Parasiten abgesucht. Die Pfoten werden mit lauwarmem Wasser gereinigt. <BR /><BR />Um einen Wurmbefall auszuschließen, sollten beim Tierarzt regelmäßig Kotproben genommen werden. Die Bettwäsche wird einmal wöchentlich gewechselt. Auch regelmäßiges Bürsten des Hundes ist ein Muss.<BR /><BR /> Um Hundehaare vom Bett zu entfernen, eignen sich ein feuchter Schwamm oder Mikrofaser- und Frottee-Tücher, ebenso Kleiderbürsten, Haushaltshandschuhe aus Gummi oder Feinstrumpfhosen. Damit werden parallele Bahnen über die Polsteroberfläche gezogen – und die Haare bleiben hängen. Hilfreich ist auch ein Staubsauger mit Polsteraufsatz.<h3> Das Schlafen im Bett abgewöhnen</h3>Wer nicht von Anfang an konsequent war und seinem Hund jetzt das Schlafen im Bett abgewöhnen möchte, sollte Geduld mitbringen und ihn nicht einfach vom Bett scheuchen, sondern feste Regeln aufstellen: Der Hund bekommt sein eigenes Körbchen oder Hundebett an einem ruhigen Platz. Dort kann er sich zurückziehen und ist dennoch in der Nähe seiner Menschen. Da Hunde gerne erhöht liegen, könnte ein eigens gebauter, etwas erhöhter Liegeplatz eine gute Wahl sein.<BR /><BR />Vor allem in der Anfangszeit wird der Hund sicherlich mehrmals versuchen, nachts ins Bett zu kommen. Er wird nicht verstehen, warum er das plötzlich nicht mehr darf. Daher heißt es unbedingt konsequent sein und Geduld mitbringen. <BR /><BR />Im besten Fall durch Unterstützung eines Hundetrainers. Der Zugang ins Schlafzimmer kann nachts auch durch ein Kindergitter verhindert werden. Dadurch hat der Hund keine Möglichkeit mehr aufs Bett zu springen und wird trotzdem nicht ganz weggesperrt. <BR />