Donnerstag, 21. Februar 2019

Purismus? Jil Sander ist viel mehr

Männliche und weibliche Elemente vereint in einem Look – mit diesem Ansatz geht Jil Sander in die Saison Herbst/Winter 2019/20. In der am Mittwochabend anlässlich der noch bis Montag laufenden Mailänder Modewoche vorgeführten Kollektion waren Kleid-über-Hose-Kombinationen eines der prägenden Elemente.

Jil Sander ist auch heute poetisch, sportiv, manchmal sogar ein bisschen exotisch und sinnlich.
Jil Sander ist auch heute poetisch, sportiv, manchmal sogar ein bisschen exotisch und sinnlich. - Foto: © APA/ANSA

Seit knapp 2 Jahren zeichnet das Ehepaar Lucie und Luke Meier für die stilistische Ausprägung des Labels verantwortlich. Der berühmte Jil-Sander-Purismus ist für die beiden Kreativdirektoren nur der Ausgangspunkt ihrer Überlegungen. Ab da legen sie Spuren in verschiedene Richtungen. Und so ist Jil Sander heute auch poetisch, sportiv, manchmal sogar ein bisschen exotisch und sinnlich.

Was genau ist das für ein Kleidungsstück?

Geblieben ist der Fokus auf Stoff und Schnitt. Die Silhouetten haben im kommenden Herbst/Winter oft extrem viel Länge und Weite. Manche Kleidungsstücke entziehen sich einer klaren Identifikation. Ist es ein langes Hemd? Eine Tunika? Oder vielleicht sogar eine Jacke?

Kleider in verschiedenen Ausführungen (haarige Oberflächen, tiefes V-Dekollete, vertikale Streifen, bemalt mit Vogelmotiven) durchziehen die gesamte Kollektion. In die Dominanz der neutralen Schwarz-Weiß-Grau-Palette werden hier und da einige auffrischende Farbakzente gesetzt.

apa/dpa

stol