Das renommierte RADEIN-Seminar, gegründet 1967, hat sich als eine der wichtigsten ökonomischen Denkwerkstätten etabliert. Da die Südtiroler Öffentlichkeit bislang wenig davon mitbekommen hat, wurden die Organisatoren motiviert, in diesem Jahr ausgewählte lokale Akteure miteinzubeziehen, um sich auch lokal zu vernetzen. Der Titel des Radein-Seminars 2025 stand unter dem Motto Zukunft der Ordnungsökonomik als freiheitliche Ordnung von Wirtschaft und Gesellschaft und rückte aktuelle wirtschaftspolitische Herausforderungen in den Fokus.<BR /><BR />Die ordoliberale Wirtschaftslehre gerät immer mehr unter Druck, weil einige Gruppen andere wirtschaftliche und politische Konzepte für besser geeignet halten, um zukünftige Herausforderungen zu meistern. Diesem Credo entsprachen auch die diesjährigen Diskussionsthemen in Radein, vom Legitimationsdefizit in der EU über die Rolle der Medien für die Einstellungen zu Marktwirtschaft und Demokratie bis hin zur Frage nach den politischen und ökonomischen Risiken offener Gesellschaften . Ebenso diskutiert wurden die Themen Fake News, Populismus sowie Konsumentensouveränität, Demokratie und Klimapolitik, zumal mehr als aktuelle Herausforderungen für zukunftsfähige Wirtschafts- und Gesellschaftsformen.<BR /><BR />Südtiroler Perspektiven brachten ausgewählte Vertreterinnen und Vertreter der lokalen Politik, Unternehmenswelt sowie der angewandten Forschung ein, darunter die Vizebürgermeisterin der Gemeinde Deutschnofen Ursula Thaler, zugleich Vorsitzende des Arbeitskreises Frauen in der Führung von Genossenschaften, Martin Matscher, Verantwortlicher für Personalentwicklung im Südtiroler Gesundheitsbetrieb, Markus Gamper von der Allianz Bank und Christoph Kompatscher von der Allianz Versicherung sowie Josef Bernhart von Eurac Research.