Samstag, 28. Mai 2016

Rassistische Waschmittelwerbung empört Netz

Der unrühmliche Titel für die wohl rassistischste Werbung der jüngeren Zeit geht nach China. Genauer gesagt an den Waschmittelhersteller Qiaobi.

Foto: Screenshot/YouTube.
Foto: Screenshot/YouTube.

Der kürzlich veröffentlichte Werbespot beginnt noch relativ unbefangen: während eine junge Chinesin ihre Waschmaschine befüllt, betritt ein attraktiver, dunkelhäutiger Mann den Raum. Er macht der Frau Avancen, pfeift ihr vielsagend zu. Sie winkt ihn zu sich.

Spot nimmt überraschende Wendung

Doch wer glaubt, dass es auf einen Kuss der beiden hinausläuft, der irrt. Anstatt sich der Leidenschaft hinzugeben "füttert" die Frau den Mann erst mit einem Waschmittel-Tab. Dann drückt sie ihn in die Waschmaschine und schließt den Deckel.

Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. In diesem Fall liegt er jedoch ausnahmsweise richtig: nach einem kurzen "Waschvorgang" entsteigt der Maschine ein Chinese. Die Frau blickt zufrieden.

Auch in Europa gab es solche oder ähnliche Werbungen. Das liegt aber bereits gut 100 Jahre zurück. 

Netz reagiert empört: "Spinnen die?"

Die erhoffte Wirkung dürfte die chinesische Firma Qiaobi mit der Werbung jedoch verfehlen. Ein riesiger Shitstorm brach auf Facebook und Twitter über das Unternehmen herein. "Willkommen im 21. Jahrhundert... Einfach traurig" oder "Spinnen die? Diese Werbung geht mal gar nicht!", war dort zu lesen. Auf YouTube hat der Spot (Stand Samstag) fast 20.000 Dislikes.

stol/bfk

stol