<b>Von Doris Ebner</b><BR /><BR />Wahrscheinlich kennen wir sie alle, die Anspannung, die sich breit macht, wenn etwas Neues auf uns wartet. Stehen wir vor einer unbekannten Herausforderung, so verspüren wir nicht selten Nervosität und vielleicht sogar Unsicherheit.<BR /><BR /> Was ist, wenn ich es nicht schaffe? Was, wenn das alles eine Nummer zu groß für mich ist? Die Versuchung, dorthin zurückzukehren, wo wir herkommen, ist da. Denn der Weg hinaus aus dem gewohnten Umfeld kostet Kraft und Mut gleichermaßen. Und doch ist er dann und wann nötig. Nicht nur, weil es beispielsweise eine Schulpflicht und deshalb gar keine andere Option gibt – um beim erwähnten Beispiel zu bleiben –, sondern weil nur außerhalb der sogenannten Komfortzone Wachstum passieren kann. <BR /><BR /><embed id="dtext86-66481368_quote" /><BR /><BR />Als Komfortzone wird in der Fachsprache jener Bereich unserer Kompetenzen bezeichnet, in der wir kein Risiko eingehen müssen. Wir kennen die Umstände, wir wissen um unsere Ressourcen und können uns mit ziemlicher Sicherheit darauf verlassen, dass wir die Aufgaben, die uns gestellt werden, ohne großen Aufwand erfüllen können.<BR /><BR /> Hier fühlen wir uns wohl – auch deshalb, weil viele Abläufe fast schon automatisch abgerufen werden können. Sie sind zu Gewohnheiten geworden, die uns Sicherheit und das Gefühl geben, dass unser Leben in geregelten Bahnen verläuft. <BR /><BR />Entscheidender Nachteil: Hier stehen wir uns gewissermaßen selbst im Weg. In der Komfortzone wird jeder gute Vorsatz im Keim erstickt, stattdessen gedeihen Unzufriedenheit und Ernüchterung. <h3> Hinein in die Lernzone</h3>Der Weg zum Erfolg führt deshalb erst einmal hinaus aus dem gewohnten Umfeld und hinein in die sogenannte Lernzone. Und genau das ist der Punkt, an dem viele Menschen einknicken. Verlassen wir nämlich unser Nest, wartet unbekanntes Terrain auf uns. War es eben noch warm und gemütlich, weht nun mitunter ein rauer Wind. <BR /><BR />Die Herausforderungen, mit denen wir uns konfrontiert sehen, stellen plötzlich kleine Hindernisse dar, deren Überwindung Energie kostet. Wir fürchten uns davor, zu scheitern und Fehler zu machen und sind deshalb oft versucht, den einfacheren Weg zu wählen: den Weg zurück. <BR /><BR /><embed id="dtext86-66481369_quote" /><BR /><BR />Was wir dabei allerdings gekonnt ausblenden, ist die Tatsache, dass Misserfolge wesentlicher Bestandteil des Wachstums sind. Etwas Neues zu wagen und neue Dinge zu lernen, ist ein Prozess, der mit Höhen und Tiefen, Freuden und Enttäuschungen verbunden ist. <BR /><BR />Zu Beginn ist es oftmals mühsam, neue Abläufe zu verinnerlichen und sich auf eine Veränderung einzulassen. Doch es gibt auch eine gute Nachricht: Mit jedem Schritt – und sei er auch noch so klein – verliert das Unbekannte seinen Schrecken. <BR /><BR />Die Energie, die wir aufwenden müssen, nimmt ständig ab und wir merken plötzlich, dass wir durchaus die Ressourcen besitzen, eine Herausforderung zu meistern. In der Schule, bei der Arbeit und im Leben, das drum herum passiert. Die Angst ist also vielfach umsonst, denn in Wahrheit sind wir stärker, als wir glauben. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1030308_image" /></div> <BR /><embed id="dtext86-66227904_listbox" />