Dienstag, 14. Juli 2015

"Red Bull X-Alps": Südtiroler verpasst Podestplatz knapp

Seit zehn Tagen kämpfte Aaron Durogati beim härtesten Gleitschirmrennen der Welt um einen Spitzenplatz. Im Vierer-Endspurt zog der Meraner leider letztendlich den Kürzeren und erreichte das Ziel in Montecarlo auf Platz sechs.

Aaron Durogati dort wo er sich am wohlsten fühlt: hoch in den Lüften. Foto: Red Bull X-Alps 2015
Aaron Durogati dort wo er sich am wohlsten fühlt: hoch in den Lüften. Foto: Red Bull X-Alps 2015

Mehrere Monate hat sich Aaron Durogati auf die „Red Bull X-Alps 2015“ vorbereitet. Sein Traum war es, auf das Podest zu kommen. Der Südtiroler kämpfte und ging dafür manchmal auch über seine Grenzen hinaus (STOL hat berichtet).

Bei seiner ersten Teilnahme vor zwei Jahren erreichte Durogati den siebten Platz. „Damals hat mich eine Fehlentscheidung in der Schweiz viel Zeit und Energie gekostet“, so der Sportler. Bei dem diesjährigen Wettkampf wollte der Meraner eine bessere Leistung erzielen - und hat das, wenn auch nur knapp, geschafft.

Maurer außer Konkurrenz

Der Schweizer Christian Maurer erreichte am Montagabend als Erster das Ziel nach acht Stunden, vier Stunden und 37 Minuten Flug- und Gehzeit und feierte so den vierten Sieg in Folge. Auf Platz zwei folgte am Dienstagmittag der Deutsche Sebastian Huber (GER).

Im Kampf um den dritten Podestplatz wurde es dann ungemein spannend. Auf den letzten knapp 80 Kilometern mit teils völlig unterschiedlicher Routenwahl lieferte sich Durogati mit dem Österreicher Paul Guschlbauer und den beiden Franzosen Antoine Girard und Gaspard Petiot einen Vierkampf mit häufigen Positionswechseln.

Vorübergehend lag Dorigati auch auf dem begehrten dritten Platz, letztlich musste er sich aber mit Rang sechs begnügen. Er erreichte das Ziel im Fürstentum Monaco kurz vor 19.30 Uhr, nur wenige Minuten nach Guschlbauer, Petiot und Girard. 

Die letzten Kilometer musste Durogati zu Fuß zurücklegen, während die Konkurrenz vor allem mit dem Gleitschirm unterwegs war.

Die anderen 26 der insgesamt 32 Starter sind noch unterwegs. 

Der härteste Wettkampf der Welt

Das Red Bull X-Alps Rennen ist nicht nur irgendein Wettkampf, sondern der härteste Gleitschirm-Wettkampf der Welt. Das Adventure-Race erstreckt sich über mehrere Tage ohne Pause.

 

Zwischen durch Mal schnell einen Happen essen: Aaron Durogati beim Wettkampf. Foto: Red Bull X-Alps 2015

Über 1.038 Kilometer, 10 Wendepunkte - quer durch sechs Länder - müssen die Teilnehmer des „Red Bull X-Alps 2015“ hinter sich bringen.

Von Salzburg bis nach Monaco

Zwischen den höchsten Bergen Europas geht es nur mit dem Paragleiter oder zu Fuß weiter. Das Ziel ist es, von Salzburg aus über den Alpenbogen nach Monaco zu gelangen.

„Die neue Route verlangt von den Athleten ein Höchstmaß an taktischem Geschick. An vielen Stellen gibt es keine offensichtliche Flugroute und die Athleten müssen ihr Können anwenden um in der Luft zu bleiben. Wenn sie zur Landung gezwungen werden, könnten die Folgen gravierend sein“, meint Hannes Arch, Red Bull X-Alps Mastermind.

stol/mu 

stol