<b>Von Martina Hofer</b><BR /><BR />Ein kleines Staubkorn aus der Wüste macht sich auf den Weg nach Europa und wird zu Regentropfen Neo. Diese spannende Geschichte ist der Inhalt des ersten Kinderbuches, das Wettermann Sigi Fink nach den zwei Sachbüchern „Fetzblau oder Schnieseln – Wetter verstehen und selbst vorhersagen“ und „Wolken deuten – Von Arcus bis Volutus“ jetzt verfasst hat. „Ich kann nicht Ru<?TrVer> he geben, bin nun mal ein Macher“, scherzt der sympathische Wettermann darauf angesprochen. <BR /><BR />Dass es diesmal aber etwas für die Kleinen geworden ist, hat durchaus gewichtige Hintergründe. „Wissenschaft wird heute in einigen Ländern mit Füßen getreten. Gerade in Zeiten von ‚Fake News‘ und Verschwörungstheorien sehe ich es als Wissenschaftler und Meteorologe als meine Pflicht, Wissen weiterzugeben und zu vermitteln“, erklärt der in Wien wohnhafte Eisacktaler. <BR /><BR />Auf kindgerechte Weise veranschaulicht er seinen kleinen Lesern (ab sechs Jahren geeignet) und Vorlesern, wie Regen, ein Regenbogen oder ein Schneekristall entstehen und wie der Wasserkreislauf funktioniert. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1159704_image" /></div> <BR />„Neo wird in der Wüste geboren, am Atlantik aufgewirbelt und mit starkem Wind auf eine lange Reise geschickt, wo er etwa auf eine Schneewolke trifft, die ihn zu einem Schneekristall verwandelt, bevor es ihn über die Alpen wieder abregnet“, fasst der Autor zusammen. Obschon dabei Neos Abenteuer im Vordergrund stehen, vermittelt das von Jakob Salner wunderschön illustrierte Buch viel Wissen und trägt auch eine persönliche No<?TrVer> te. „Neo“ hieß nämlich Finks 2023 verstorbener Australian Shepherd. Mit dem gleichnamigen Regentropfen-Buchprotagonisten schafft er ein kleines Andenken an den Vierbeiner, der ihn zwölf Jahre begleitet hat. <BR /><BR /><h3> Parallelen zwischen Hund und Kinderbuchfigur</h3>„Wie ein Welpe muss sich auch der kleine Regentropfen nach der Geburt jenen anvertrauen oder eben nicht, die er auf seiner Reise, in seinem Leben trifft“, zählt Sigi Fink Parallelen zwischen seinem geliebten Hund und der Kinderbuchfigur auf. „Neo war lieb, klug, aber zugleich wissbegierig, harmoniebedürftig und eben eine Powerrakete“, findet er viele gemeinsame Eigenschaften mit dem Regentropfen. Doch auch „Sonnenkind“ Fink selbst hat sich in einem kleinen Detail im Buch verewigt – wenn auch kaum sichtbar: Regentropfen Neo trägt nämlich ein Muttermal auf der Backe. „Ein Schönheitsfleck“, sagt Fink. Den gleichen, den er auf der rechten Wange hat.