Noch im Morgengrauen warteten die beiden im Hafen von Algeciras, gemeinsam mit hunderten anderen Renault 4s darauf, endlich das Schiff zu erklimmen, das sie nach Tanger, Marokko bringen sollte.Die 4-stündige Überfahrt wurde vor allem dazu verwendet, die Einreiseformalitäten für die Fahrer und ihre Autos abzuwickeln - und sich noch einmal auf Ohr zu legen. Seite an Seite überwinden die Renault 4s an Bord des Schiffes die Meeresenge bis nach Marokko. - Foto: Team Südstern„Wir erreichten Tanger bei strömenden Regen, begleitet von einem Hupkonzert. Die Aufregung war deutlich zu spüren. Ab jetzt wird nur noch mit Roadbook und Kompass navigiert“, berichten Adam Brandis und Oliver Pfeil. Roadbook und Kompass werden den beiden Südtiroler ab jetzt den Weg weisen. - Foto: Team SüdsternDer erste Teil der rund 400 Kilometer langen Strecke konnten die beiden am Sonntag in strömenden Regen auf einer gut ausgebauten Autobahn zurücklegen.„Draußen zog eine sattgrüne und hügelige Landschaft an uns vorbei, während wir zügig an den anderen R4s vorbeizogen, einer nach dem anderen. Erst in diesem Moment wurde uns bewusst, wie gut unser Motor tatsächlich läuft.“Es folgte ein kurzer Halt in Boufakrane, dem letzten größeren Dorf vor den Bergen, um zu essen und sich Sim-Karten zu besorgen. Anschließend ging es über eine gewundene Straße in Richtung Berge bis auf 2200 Metern. Das Essen brutzelt, das Auto ist gekonnt geparkt: Noch eine letzte Stärkung, bevor es berauf geht. - Foto: Team Südstern„Es wird kälter, immer öfter ist Schnee zu sehen. Affen und Pferde sind hier beliebte Attraktionen für Reisende am Straßenrand. Immer öfters sehen wir jetzt auch andere R4s am Straßenrand mit offenen Motorhauben, auf Hilfe wartend. Hier oben in den Bergen wartet unser erstes Zeltcamp auf uns. Es wird sicher eiskalt in der Nacht. Zum Glück haben wir warme Schlafsäcke dabei.“ Je höher die Renaults kommen, desto kälter wird es. - Foto: Team Südstern Die kurzen T-Shirts mussten mittlerweile etwas wärmerer Kleidung weichen: Adam Brandis und Oliver Pfeil im Winter-Modus. - Foto: Team Südsternstol/liz______________________________________________________Höchstes Ziel der Rallye ist nicht, so schnell wie möglich nach Marrakesch zu gelangen, sondern Teamgeist und Durchhaltevermögen zu zeigen, die interkulturelle Kommunikation zu fördern, humanitären Einsatz zu beweisen und nicht zuletzt als sportlichen Ansporn, ausgerüstet mit Kompass, Karte und Roadmap die wenigsten Kilometer in der Wüste zurückzulegen.Jedes Auto hat neben Treibstoff, Lebensmitteln und Zelt auch mindestens 25 bis 50 Kilogramm an Schulmaterial dabei. Die Südtiroler Rallye-Teilnehmer wurden von Athesia ausgestattet.Insgesamt kommen so über 60 Tonnen an Schulbedarf zusammen. Diese werden dort von der etablierten Organisation “Enfants du Désert“ (zu Deutsch: Kinder der Wüste), die unter anderem eng mit UNICEF in Zusammenarbeit steht, entgegengenommen und an verschiedene Schulen verteilt.https://m.facebook.com/team.suedstern/https://www.instagram.com/teamsuedstern/