Samstag, 18. Februar 2017

Renault 4L Trophy: Letzte Vorbereitungen vor der Wüste

Von Frankreich nach Marokko, und das in einem Renault 4: Keine leichte Aufgabe, der sich die Südtiroler Adam Brandis und Oliver Pfeil gestellt haben. Es war eine Woche voller neuer Eindrücke, wunderschöner Landschaften - und einiger Problemchen mit dem Auto.

Foto: Team Südstern
Foto: Team Südstern

Wie berichtet, erreichten die beiden Rallye-Teilnehmer am Mittwoch den Startpunkt der Renault 4L Trophy in Biarritz. Dort suchten sie am Donnerstag einen Renault-Experten auf, der sich den Motor an die Brust nahm.

„Endlich läuft er, wie er soll“, berichtete Adam Brandis am Donnerstag, der Motor laufe jetzt ruhig und mit regelmäßiger Gasannahme. 

Gerade noch rechtzeitig, denn am selben Tag erfolgte der offizielle Start. Die beiden hatten sich für den ersten Tag viel vorgenommen: 13 Stunden lang fuhren sie von Biarritz durch das Baskenland und die spanischen Hochebenen, weiter durch die Provinz Estremdura bis nach Portugal, wo sie in der Kleinstadt Vila do Bispo an der Algarve schließlich Halt machten.

Fazit: „Der Motor schnurrt.“

Foto: Team Südstern

Munter unterwegs: Adam Brandis und Oliver Pfeil - Foto: Team Südstern

In der Algarve folgte am Freitag ein „Reparaturtag im Paradies“: Adam Brandis und Oliver Pfeil besuchten einen befreundeten Mechaniker, mit dem sie erneut das Auto überprüfen und sich wertvolle Tipps abholen wollten:

„Den ganzen Tag über widmeten wir uns dem Motor, haben Fein-Einstellungen am Vergaser gemacht, die Lichtanlage überprüft und nachjustiert, das brüchige Gas-Seil ausgetauscht. Unser Freund Lookas ist ein versierter Techniker und ein ausgezeichneter Koch: Für uns der perfekte Gastgeber bevor es am Samstag über Algeciras in Richtung Wüste geht. Wir sammeln Kräfte und genießen das frühlingshafte Wetter in Südportugal.“

Noch einmal alles durchchecken bevor es weitergeht: Mechaniker Lookas zeigt Oliver (im Bild) und Adam noch letzte Tipps und Tricks. - Foto: Team Südstern

Entspannen im Grünen unter dem blauen Himmel Portugals - Foto: Team Südstern

Hier haben die beiden auch Zeit, das Auto vor der Überfahrt nach Marokko nochmals probezufahren - und einen Kurzfilm zu drehen. 

In Algeciras angekommen, trafen sich die beiden Südtiroler Studenten am Checkpoint mit den anderen Teilnehmern der 4L Trophy. Dort erhielten sie ein Roadbook mit den Routenbeschreibungen für ihre Reise durch die Wüste.

Foto: Team Südstern

Am Sonntag werden die beiden samt Auto um 4 Uhr morgens nach Tanger, Marokko, ausschiffen. „Wir können es kaum erwarten in Marokko anzukommen!!“

stol/liz

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Höchstes Ziel der Rallye ist nicht, so schnell wie möglich nach Marrakesch zu gelangen, sondern Teamgeist und Durchhaltevermögen zu zeigen, die interkulturelle Kommunikation zu fördern, humanitären Einsatz zu beweisen und nicht zuletzt als sportlichen Ansporn, ausgerüstet mit Kompass, Karte und Roadmap die wenigsten Kilometer in der Wüste zurückzulegen.

Jedes Auto hat neben Treibstoff, Lebensmitteln und Zelt auch mindestens 25 bis 50 Kilogramm an Schulmaterial dabei. Die Südtiroler Rallye-Teilnehmer wurden von Athesia ausgestattet.

Insgesamt kommen so über 60 Tonnen an Schulbedarf zusammen. Diese werden dort von der etablierten Organisation “Enfants du Désert“ (zu Deutsch: Kinder der Wüste), die unter anderem eng mit UNICEF in Zusammenarbeit steht, entgegengenommen und an verschiedene Schulen verteilt.

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stol