“Diese ganze Situation ist von einer grenzenlosen Geldgier ausgelöst worden. Das Absurde ist, dass die Verantwortlichen dieses Desasters noch mehr Karriere gemacht haben. Wir fühlen uns vergewaltigt. Demonstrationen wie jene an der Wall Street sind friedlich, intelligent und richtig. Geldgier kann besiegt werden„, sagte der Schauspieler, der am Freitag beim Filmfestival in Rom den goldenen “Marc-Aurel-Preis„ für seine Karriere erhalten wird.Gere, der am Donnerstag von der Gemeinde Roms die Auszeichnung “Acting Award„ entgegennahm, betonte, dass seine Arbeit für ihn wichtig sei, noch wichtiger sei ihm jedoch der Buddhismus und seine Familie. “Um das Universum besser zu begreifen, habe ich lange gesucht, der Buddhismus hat mich besonders beeindruckt: Er fördert die Freigiebigkeit und die Liebe. Ich habe noch einen langen Weg vor mir, doch ich bin auf dem richtigen Weg. Wir bestehen aus Liebe und Mitgefühl, nicht aus Härte und Strenge. An der Basis des Universums stehen Weisheit und Mitgefühl„, sagte der Schauspieler.Der 62-Jährige sprach auch über die Lage in Tibet. “Die Situation ist besonders heikel. Chinas Kommunistische Partei ist mit der Gemeinschaft in Tibet besonders hart. Ich denke, dass Dokumentationen diese Lage besser als Filme beschreiben, Drehbücher über Tibet, die mir bisher vorgeschlagen wurden, waren nicht sehr überzeugend„, so der Starschauspieler. apa/dpa