Samstag, 02. Mai 2015

„Royal Baby II“ – Strenger Ablauf nach dem freudigen Ereignis

Die Geburt des zweiten Kindes von Prinz William und seiner Frau Kate steht offenbar kurz bevor. Die Geburt königlichen Nachwuchses setzt in Großbritannien traditionsgemäß eine Reihe von Zeremonien in Gang.

Herzogin Kate und Prinz William - Archivbild
Herzogin Kate und Prinz William - Archivbild - Foto: © LaPresse

- Einst musste der Innenminister bei der Geburt anwesend sein, um die Legitimität des möglichen Thronfolgers zu bestätigen. Zum Glück für Kate ist dies seit Ende der 30er-Jahre nicht mehr der Fall.
- Als erste werden Königin Elizabeth II., ranghohe Mitglieder des Königshauses und Kates Eltern über das freudige Ereignis informiert.
- Die Öffentlichkeit wird zuerst über Twitter und die Facebook-Seite des Königshauses informiert, anschließend wird eine Geburtsanzeige traditionell auf einer goldenen Staffelei am Tor des Buckingham-Palastes ausgehängt, unterzeichnet von den königlichen Ärzten.
- Begrüßt wird das Baby in der britischen Hauptstadt mit Salutschüssen: 62 vom Tower of London und 41 aus dem Green Park. An Regierungsgebäuden im gesamten Vereinigten Königreich wird der Union Jack gehisst.
- Der Innenminister informiert den Bürgermeister von London über die Geburt; der Privatsekretär der Königin verkündet den Commonwealth-Staaten die frohe Botschaft.
- Auf den Namen des „Royal Babys“ müssen die Untertanen eine Weile warten: Erst eine Woche nach Williams Geburt im Juni 1982 wurde dessen Name mitgeteilt, bei seinem Vater Prinz Charles mussten die Briten sich gar einen Monat gedulden. Das erste Kind von William und Kate, der kleine Prinz George, erhielt seinen Namen zwei Tage nach der Geburt.
- Das Kind wird den Titel Prinz oder Prinzessin von Cambridge tragen, die korrekte Anrede lautet „Königliche Hoheit“, abgekürzt „HRH“.
- Getauft wird das Baby in einem Kleidchen aus Satin und Spitze – eine Replik des Taufkleids der ältesten Tochter von Königin Victoria von 1841. Bis zum Jahr 2004 wurde noch das Original-Taufkleid verwendet. Der Ort der Taufe ist nicht streng festgelegt. George wurde vom Erzbischof von Canterbury in der Kapelle des St. James-Palastes mit Wasser aus dem Jordan in die Anglikanische Kirche aufgenommen.
- Königliche Babys haben üblicherweise fünf oder sechs Taufpaten. Prinz George hat sogar sieben.

apa/afp

stol