Der Heidelberger Faschingsverein, die „Perkeo-Gesellschaft 1907“, hatte von den Aktivitäten der Salurner rund um Perkeo erfahren, und entschloss, die Salurner für ihre „außerordentlichen Verdienste um das Brauchtum Fasnacht“ den Perkeo-Hofnarrenorden, die höchste Auszeichnung der Perkeo-Gesellschaft, zu verleihen. Am vergangenen Samstag wurde der Orden in Heidelberg überreicht.Eine hohe Ehre, die dem Salurner Perkeo und seinem Gefolge zuteil wurde. Über 50 Maschggraleut brachen am vergangenen Wochenende nach Heidelberg auf.Dort angekommen begann sogleich der Zug durch die Altstadt: Perkeo voraus, begleitet von seiner „Krankheit“ und seinen Leibärzten, dem Kammerdiener und der Zofe, von seiner Salurner Böhmischen, den Fischern inklusive Fisch, den Köhlern mit ihrer Kohle, den Waschweibern und den „Cembrane“, den Noblen, den Kramern und dem Punggamandl.Das Ziel: der Heidelberger Schlossberg. Laut und wild drangen die Salurner laut und wild in den Schlosskeller ein, in dem das große Fass steht, das Perkeo der Legende nach allein ausgetrunken haben soll. Keine schlechte Leistung, bei 220 Tonnen Wein.Großer Hofnarrenorden für Perkeo Roland „Frubi“ AmortEs kam zur Zeremonie, bei der dem Salurner Perkeo, Roland „Frubi“ Amort, stellvertretend für den Verein PerkeosMaschggra der Große Hofnarrenorden überreicht wurde – massives Silber, vergoldet.Der Hausherr, der Heidelberger Perkeo Thomas Barth, der alles eingefädelt hatte und inkognito schon dreimal in Salurn war, freute sich sichtlich über den Wirbel, den die Salurner veranstalteten. „Den Salurnern ist ein Gesamtkunstwerk gelungen“Die Laudatio hielt Peter Spuhler, ehemaliger Intendant des Theaters Heidelberg und heute Generalintendant des Badischen Staatstheaters Karlsruhe. „Das ist die schönste Ordensverleihung, die ich je erlebt habe“, sagte der Träger des Hofnarrenordens 2011. „Mit der Wiederbelebung der Maschggra ist den Salurnern ein Gesamtkunstwerk gelungen, das sich abseits von billigem Faschingsklamauk bewegt.“Die Rhein-Neckar-Zeitung, die dominierende Zeitung der Region, schrieb am nächsten Tag: „Es war eine herzliche und lebendige Verleihung, bei der eine Lebensfreude herrschte, die ihresgleichen sucht. Nach der Ordensverleihung rissen die Südtiroler ihre Gastgeber im Freudentaumel mit. Das gegenseitige Lob nahm kein Ende.“