Samstag, 14. Mai 2016

Scharfe Shots zwischen den Reben

Welch tolle Schnappschüsse mit den neuen Smartphones möglich sind, zeigt der 23-jährige Terlaner Sebastian Stocker.

Foto: Sebastian Stocker
Foto: Sebastian Stocker

Komplett verschwinden werden sie wohl kaum, die Fotografen mit Objekten so groß wie halbe Kanonenrohre. Mit einem Male bekommt hierbei der Begriff „ein Foto schießen“ ungeahnte Zweideutigkeit. Mit dem rasanten Fortschritt der Technologie ist in der Branche jedoch ein Trend hin zur Vereinfachung, zur Leichtigkeit, zum Unverfälschten deutlich festzustellen.

Foto: Sebastian Stocker

Klar, wenn mittlerweile jeder weiß, dass mit Bildbearbeitungsprogrammen wie Photoshop jeder Fehler und jegliche Störfaktoren ausgebessert werden können, dann wird das Echte, das Reine, das Originelle wieder wertvoller. „Meine Bilder leben von der Stimmung und Natürlichkeit“, sagt Sebastian Stocker, „dabei sind die Lichtverhältnisse und das gewählte Motiv weit wichtiger als die Technik oder stundenlange Nachbearbeitung.“

Sebastian Stocker

 

Hauptsache, das Licht ist gut

Früher, vor über einem Jahr, ging er zu seinen Shootings noch wie ein Packesel mit Accessoires und Technik beladen, vor einem Jahr wechselte er zu einer Leica und benötigte nur mehr ein Objektiv, und neuerdings fotografiert er schon mal mit seinem Smartphone. So war er, der daheim im landwirtschaftlichen Betrieb „Gschnofer Hof“ arbeitet, vor wenigen Tagen in den Weinbergen unterwegs und fabrizierte dabei spontan mit dem iphone 6s beeindruckende Schnappschüsse.

Foto: Sebastian Stocker

 

„Ich habe zwar keinen Schimmer, was die technischen Daten dieser Smartphone-Cam anbelangt, aber der Betrachter kann so gut wie keinen Unterschied mehr ausmachen, ob die Fotos mit sündteuren Apparaten oder Handykameras gemacht wurden“, sagt er. Nur die Lichtverhältnisse müssen gut sein, schiebt Sebastian schnell hinterher.

Foto: Sebastian Stocker

 

Goldbarren für die besten iphone-pics

Diese Kameras seien völlig „easy“ zu handhaben und mit der einen oder anderen App könnten auch gewöhnliche Smartphonebesitzer mit wenigen Clicks erstaunliche Bilder machen, wie der versierte Fotograf weiß. Wobei der 23-Jährige letzthin kaum mehr zum Fotografieren kommt, da sich die Arbeit am Hof häuft.

Foto: Sebastian Stocker

 

Dennoch könnte er den einen oder anderen Schnappschuss bei Fotobewerben wie dem IppAwards einschicken, einen globalen Contest für die schönsten Aufnahmen mit iphones. Immerhin winkt den Siegern in 19 verschiedenen Kategorien ein Goldbarren. Derlei Preise würden sich wohl auch Fotografen wünschen, die herausragende Bilder mit konventioneller, sündteurer Ausrüstung fabrizieren.

Foto: Sebastian Stocker

 

stol/az

stol