Samstag, 04. Februar 2017

Schiedsrichterinnen: Hey Jungs, ihr tanzt nach meiner Pfeife

Fußballschiedsrichter stehen permanent im Kreuzfeuer der Kritik. Trotzdem finden mittlerweile auch Frauen an diesem Metier Gefallen. Was sie motiviert und wie sie sich im rauen Fußballalltag durchsetzen hat, hat „Dolomiten“-Redakteur Alex Zingerle recherchiert.

„Die Entscheidung, eine Laufbahn als Schiedsrichterin zu verfolgen, zählt bis heute zu den besten meines Lebens“, meint Arianna Bazzo. - Foto: Privat
„Die Entscheidung, eine Laufbahn als Schiedsrichterin zu verfolgen, zählt bis heute zu den besten meines Lebens“, meint Arianna Bazzo. - Foto: Privat

„Die Entscheidung, eine Laufbahn als Schiedsrichterin zu verfolgen, zählt bis heute zu den besten meines Lebens“, nimmt Arianna Bazzo den Nörglern und Besserwissern schnell den Wind aus den Segeln. In ihrer 4-jährigen Laufbahn hat die 20-jährige Boznerin bereits über 200 Fußballspiele geleitet – in den verschiedenen Kategorien des heimischen Männerfußballs wohlgemerkt.

Foto: Privat

Derzeit leitet sie vorwiegend Partien der 1. Amateurliga: mal in Sarnthein, dann in Brixen oder Innichen – je nachdem, wo der Verband sie pfeifen lässt.

Für Bazzo mittlerweile ein gewohntes Szenario, für manche Fußballer indessen noch gewöhnungsbedürftig.

„Sobald mich die Fußballer vor dem Anpfiff erblicken, merke ich natürlich, wie sie mich ansehen oder auf mich zeigen, aber das gehört dazu und  damit kann ich problemlos  leben“, meint die 20-Jährige. Grundsätzlich werde ihr Respekt und gutes Benehmen entgegengebracht, nur ein einziges Mal ätzte ein Spieler: „Warum lässt man jetzt Frauen pfeifen?“ Wohl auch deswegen, weil sich der Verband schwer tut, überhaupt Nachwuchs zu finden.

Und ohne Schiedsrichter geht's nun mal nicht.

D

Den vollständigen Artikel und alle Hintergründe gibt es in der aktuellen Ausgabe des Tagblatts "Dolomiten".

stol