<b>Von Petra Schwienbacher</b><BR /><BR />Katzen mit schwarzem Fell galten in der Zeit der Hexenverfolgungen als Teufel. Selbstverständlich ist an diesem Mythos rein gar nichts dran. Dennoch ist es noch heute so, dass besonders schwarze Tiere schlechter vermittelbar sind. <h3> 1. „Katzen haben sieben Leben“</h3>Falsch. Dieser Aberglaube ist vermutlich dadurch entstanden, dass Katzen, wenn sie abstürzen, in der Regel immer auf ihren Pfoten landen – dem sogenannten Righting Reflex sei Dank. Doch das ist nicht immer so. Daher ist es wichtig, in der Wohnung Fenster und Balkone zu sichern, um Verletzungen zu vermeiden.<h3> 2. „Katzen brauchen Milch“</h3>Falsch. Milch gehört nicht auf den natürlichen Speiseplan von Katzen. Die meisten erwachsenen Tiere vertragen Laktose schlecht. Bekommen sie Kuhmilch zu trinken, kann das zu Durchfall und/oder Erbrechen führen. Aus diesem Grund sollten sie immer nur frisches Wasser trinken. Es gibt spezielle laktosefreie Katzenmilch – diese ist aber höchstens als gelegentliches Leckerli anzusehen und absolut nicht notwendig. <h3> 3. „Schnurren bedeutet, die Katze ist zufrieden“</h3>Jein. Katzen schnurren zwar, wenn ihnen beispielsweise die Streicheleinheiten gefallen, aber sie schnurren auch, um sich selbst zu beruhigen, wenn sie gestresst oder ängstlich sind und sogar, wenn sie Schmerzen haben. Katzenschnurren hat nämlich nachweislich eine heilende Wirkung. Die Frequenzen (25 bis 150 Hertz) fördern die Regeneration von Knochen und Gewebe und können Schmerzen lindern. <h3> 4. „Trockenfutter reinigt die Zähne“</h3>Jein. Zwar hat Trockenfutter einen reibenden Effekt, aber es reinigt die Zähne nur bedingt. Freigängerkatzen fressen Mäuse und Vögel und reinigen dadurch auf natürliche Weise ihre Beißerchen. Reine Wohnungstiger brauchen Zahnpflege mit speziellen weichen Katzenzahnbürsten oder Fingerlingen mit eigener Katzenzahnpasta (keine herkömmliche von uns Menschen!). Hat das Tier Mundgeruch, gerötetes Zahnfleisch und/oder gar starke Ablagerungen, sollte man seinen Tierarzt zu Rate ziehen und Zahnstein gegebenenfalls professionell entfernen lassen.<h3> 5. „Katzen sind nur glücklich, wenn sie raus dürfen“</h3>Jein. Es gibt Vor- und Nachteile von Freigängerkatzen und reinen Wohnungskatzen. Draußen steigen beispielsweise die Risiken für Unfälle, Verletzungen und Infektionen. Drinnen aber kann es schnell langweilig werden. Es gibt also keine klare Antwort. Wichtig ist, die Bedürfnisse seiner Samtpfote zu kennen und drinnen für die nötige Beschäftigung zu sorgen (Klettermöglichkeiten, ein Artgenosse, Spiele…).<h3> 6. „Katzen sind gefährlich für Schwangere“</h3>Jein. Die Antwort ist: meistens nicht. Katzen können zwar die Infektionskrankheit Toxoplasmose auf den Menschen übertragen – eine Krankheit, die dem Baby schaden kann. Allerdings ist das Risiko, durch die Katze infiziert zu werden, gering. Untersuchungen zufolge wurde bereits rund jede dritte Frau im Laufe ihres Lebens mit Toxoplasmose infiziert. Dadurch hat sie bereits Antikörper gebildet und es besteht keine Gefahr mehr. Tipp: Man kann sich auf Toxoplasmose-Antikörper hin testen lassen und auch der Tierarzt kann Katzen auf Antikörper testen. <BR /><BR />Hat man keine Antikörper, sollte das Katzenklo täglich mit heißem Wasser (über 70 Grad) gereinigt werden. Schwangere sollten das Säubern besser jemand anderem überlassen.<h3> 7. „Katzen kann man nicht erziehen“</h3>Falsch. Katzen lernen sogar sehr gut, und zwar über positive Verstärkung (Belohnung) und gegebenenfalls mittels eines Clickers. Man kann sie also gut erziehen und sogar Tricks beibringen.