<b>Von Martina Hofer</b><BR /><BR />Die Haie verhungern, weil die Meere leergefischt sind, den Eisbären schmilzt der Lebensraum unter den Pfo<?TrVer> ten weg und die Schildkröten waten über pazifische Müllinseln. <BR /><BR />Immer mehr Tierarten gelten als bedroht, trotzdem wird um des Profits Willen munter weiter gepokert – „und damit die Zukunft unserer Erde verspielt“, sagt Claudia Rubner. <BR /><BR />Südtirols einzige Unterwasserfotografin hat sich in ihrem neuen Projekt „Gambling Away Our Future“ – zu deutsch „Unsere Zukunft verspielen“ – genau dieses kritischen Themas Klimawandel angenommen. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1094502_image" /></div> <BR /><BR />„Leider sind viele Menschen durch die permanente Berichterstattung über Umweltschutz und Klimawandel abgestumpft. Viele schauen weg und sagen: ‚Ich allein kann eh nichts dagegen tun, und jene, die etwas tun könnten, machen nichts‘“, erzählt Rubner. Diese Tatsache wollte die 25-Jährige so nicht hinnehmen.<BR /><BR />Kurzerhand versenkte sie im Schwimmbad des Hotels Rudolf in Reischach einen Tisch und setzte fünf Menschen dahinter. Sie alle steckte sie als Symbol der Macht in elegante Second-Hand-Anzüge und verpasste ihnen Latexmasken mit Abbildern bedrohten Tierarten. Ihre Köpfe ragen knapp „aus dem steigenden Meeresspiegel“ während sie mit Pokerchips und Karten um etwas spielen, das längst verloren scheint. <BR /><BR />„Die Bilder sind bewusst provokativ. Sie sollen jedoch kein politischer Angriff sein, sondern vielmehr zum Nachdenken und Handeln anregen“, so die Kulturschaffende, die mit dem Projekt beispielhaft vorangeht.<BR /><BR /><i>Am 9. November hat Claudia Rubner im Astra-Kino in Brixen die Ausstellung „Gambling Away Our Future“ eröffnet. Diese bleibt bis 28. November zugänglich. Am Montag, 12. November, findet zudem um 19.30 Uhr ein Talk mit Umweltaktivistin und Filmerin Magdalena Gschnitzer statt. Infos: astrabx.com.</i>