Dienstag, 17. Mai 2016

Sinead O'Connor löste mit Verschwinden Such-Aktion aus

Mit ihrem seltsamen Verhalten hat die irische Sängerin Sinead O'Connor die Polizei in Chicago in Atem gehalten: Zunächst kehrte sie von einer Fahrradtour nicht zurück, wurde daraufhin als vermisst gemeldet – um Stunden später in einem Vorort wieder aufzutauchen.

Sinead O'Connor galt als vermisst - ehe sie in einem Vorort wieder auftauchte.
Sinead O'Connor galt als vermisst - ehe sie in einem Vorort wieder auftauchte. - Foto: © APA/AFP

Dass ihr Verschwinden für so viel Wirbel sorgte, liegt vor allem an einer Reihe beunruhigender Internet-Kommentare der 49-Jährigen.

O'Connor sei in einem Vorort von Chicago gefunden worden, sagte Polizeisprecher Eric Peterson am Montag. „Sie wird nicht länger als vermisst oder gefährdet geführt.“ Weitere Details wollte er nicht nennen. Nach Informationen der Lokalzeitung „The Wilmette Beacon“ wohnte die Sängerin seit mehreren Wochen bei Freunden in Chicago.

Am Sonntag war O'Connor nicht von einer Fahrradtour zurückgekehrt. Das löste einige Sorge aus, denn die Musikerin hatte zuletzt mehrere verstörende Nachrichten im Online-Netzwerk Facebook veröffentlicht.

So schien sie in ihrer jüngsten Nachricht ihren Sohn aufzufordern, das Sorgerecht für seinen jüngeren Bruder zu beantragen. Auf dem Netzwerk veröffentlichte sie zudem ein Bild der berühmten Sklavereigegnerin Harriet Tubman und ein Zitat, in der diese darüber spricht, lieber tot zu sein als unfrei. Ende vergangenen Jahres hatte O'Connor bereits von einem Suizidversuch berichtet.

O'Connor wurde in den 1990er-Jahren mit dem Song „Nothing Compares 2 You“ weltberühmt. Die Ballade stammt aus der Feder des US-Popstars Prince, der am 21. April unter zunächst ungeklärten Umständen starb. O'Connor warf dem US-Schauspieler Arsenio Hall danach vor, Prince jahrelang mit Drogen beliefert zu haben. Hall verklagte die Sängerin daraufhin auf fünf Millionen Dollar (knapp 4,4 Millionen Euro) Schmerzensgeld.

apa/afp

stol