Während Hamster und Mäuse im Winter in der Wohnung bleiben, können Kaninchen und Meerschweinchen bedenkenlos auch in der kalten Jahreszeit draußen gehalten werden. Allerdings nur, wenn sie gesund sind und bereits ganzjährig draußen gelebt haben. Denn nur dann haben sie sich langsam an die frostigen Temperaturen gewöhnt und ihr dichtes Winterfell entwickelt. <BR /><BR />Zudem gibt es einige Kaninchen- und Meerschweinchenrassen, die besser nicht draußen gehalten werden sollten. Darüber müssen sich Kleintierhalter also vorab noch informieren. <h3> Das ideale Winter-Zuhause</h3>Kaninchen und Meerschweinchen sind besonders empfindlich gegen Zugluft und Nässe. Das Außengehege muss also unbedingt winterfest sein. Ebenso Plicht für die ganzjährige Außenhaltung sind ein Gartenhäuschen oder eine große begehbare Schutzhütte (umgebaute Kisten, Truhen oder Katzenhäuser). <BR /><BR />Diese Hütten können mit Styropor isoliert werden, das mit einer dünnen Holzschicht verkleidet ist, damit es die Tiere nicht anknabbern, und anschließend mit frischem Stroh gefüllt werden. Am besten steht die isolierte Hütte auf Stelzen, damit sie keinen direkten Bodenkontakt hat. <BR /><BR />Ungeeignet sind Ställe mit einer Bodenwanne aus Metall, dies kann zu Erfrierungen führen! Zusätzlich bedarf es eines überdachten Bereichs im Außengehege, denn die Tiere müssen vor Schnee, Zugluft und Feuchtigkeit geschützt sein. Die Überdachung ist idealerweise schräg, damit der Schnee nicht liegen bleibt. <BR /><BR />Ein Teil des Geheges sollte aus einem Buddelbereich bestehen, ein weiterer aus einem Holzboden, auf dem die Tiere warm und trocken sitzen können. Achtung: Der Auslauf darf auf keinen Fall verkleinert werden, denn durch Laufen und Toben wärmen sich die Tiere im Winter auf.<BR /><BR />Wer die Unterkunft der Kleintiere im Herbst nicht gründlich auf Schwachstellen kontrolliert hat, sollte das jetzt nachholen: Gibt es undichte Stellen? Sind Pfosten morsch oder wurden Löcher gebuddelt? Achtung: Grobmaschiger Sechseckdraht oder Netze sind nicht sicher vor Marder und Fuchs. <h3> Winterernährung</h3>Im Winter steht saisonales Gemüse auf dem Speiseplan – Salate wie Endivie, Radicchio oder Chicorée, Karotte und Karottengrün, Knollensellerie und Pastinake. Auch die Blätter von Kohlrabi oder anderem Gemüse sind beliebt, zum Knabbern eignen sich Laub und Zweige.<BR /><BR /> Aber Achtung: Es ist stets darauf zu achten, dass keine für Kaninchen oder Meerschweinchen giftigen Pflanzen wie beispielsweise Eibe darunter sind. Geeignet sind Tannen- oder Fichtenzweige. Diese sollten aufgrund ihrer ätherischen Öle allerdings nur ab und an gegeben werden.<BR /><BR />Hochwertiges Heu darf natürlich auch im Winter nicht fehlen und muss den Tieren rund um die Uhr zur Verfügung stehen, ebenso wie frisches Wasser. Damit dieses nicht einfriert, wird am besten mehrmals täglich kontrolliert. Eine Schutzwand aus holzverkleidetem Styropor kann das Gefrieren des Wassers hinauszögern. <BR /><BR />Da der Energiebedarf der Tiere bei sehr niedrigen Temperaturen stark ansteigt, darf im Winter auch Kraftfutter in geringen Mengen gefüttert werden – hier sollte auf hochwertiges Futter ohne Zusatzstoffe zurückgegriffen werden.<BR /><BR /><embed id="dtext86-62575216_listbox" />