Nur 72 Tage lang war Simone Reiländer mit Richard Lugner verheiratet. Kennengelernt hatten sich die beiden – laut „Bild“-Zeitung – über eine Anzeige in einer österreichischen Tageszeitung. „Ich fand ihn schon immer gut, er ist aber zu der Zeit immer mit irgendwelchen verrückten Frauen unterwegs gewesen. Da dachte ich mir: Er braucht wieder eine Gescheite!“, verriet Simone der Zeitung damals. „Offensichtlich war meine Bewerbung ganz gut.“<BR /><h3> Keine Liebe auf den ersten Blick</h3><BR />Im Juli 2021 gab dann Mörtel die Beziehung zu Simone bekannt. „Es war keine Liebe auf den ersten Blick, sie ist langsam entstanden. Nach jedem Treffen habe ich ein warmes Gefühl gespürt und hatte ein Lächeln im Gesicht. Richard tat mir einfach gut“, erzählte Simone später. <BR /><BR />Im Oktober 2021 hatten sich Lugner und sein Bienchen verlobt. So wie alle seine Partnerinnen hatte auch sie einen tierischen Spitznamen erhalten. Bienchen, weil sie so fleißig sei, erklärte Lugner. Simone mochte den Namen nicht. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1069293_image" /></div> <BR /><BR />Nach einer Karussellfahrt der Gefühle heirateten Simone und Mörtel – sie 42 Jahre jung, er 91 Jahre alt – am vergangenen 1. Juni am Wiener Standesamt. Kurz nach der Hochzeit machten ihm gesundheitliche Probleme zu schaffen. Doch der Baumeister schien sich zu erholen. Am 1. August begleitete sie ihr Ehemann in seine Lugner City. Es galt, der neuen „Frau Lugner“ ihren künftigen Arbeitsplatz zu zeigen und eine Runde durch das Einkaufszentrum zu drehen. <BR /><BR />Ein paar TikTok-Videos später zog sich Mörtel mit Bienchen zurück in den Stock der Chefetage, um ihr auch die Mitarbeiter vorzustellen. „Sie ist meine neue Chefin“, erklärte Lugner liebevoll. Und: „Sie soll mich tatkräftig unterstützen. Wir werden uns ab jetzt meine Arbeit teilen. Irgendwann, wenn es mich nicht mehr geben sollte, wird sie alleinige Chefin sein. Aber momentan bin ich ja noch unter den Lebenden.“ Simones Aufgaben im Unternehmen seien demnach Geld eintreiben und TikTok-Videos erstellen. „Meine Frau hat jetzt die Hosen an“, so Lugner. <BR /><BR />Das Ende kam früher als erwartet: Am 12. August schloss der Wiener Baumeister für immer die Augen. <BR /><BR />Und Simone? Für sie hat sich mit Richards Tod alles verändert. Lugner-Ehefrau Nummer 4 Christina „Mausi“ Haidinger (59) hat sich ins Rampenlicht gedrängt und gibt nun die Gangart vor.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1069296_image" /></div> <BR /><BR /> Witwe Simone durfte angeblich nicht mit dem roten Sarg des Baumeisters in den Stephansdom einziehen. Mausi habe ihrer Tochter Jacqueline (30) den Vortritt gewünscht. Simone kam erst 20 Minuten später mit Stretchlimousine zur Kirche, in einem bodenlangen schwarzen Kleid mit Goldgürtel. Am Sarg hatte sie ein Rosengebinde in Herzchenform platziert, mit der Aufschrift „Was bleibt ist deine Liebe, deine Jahre voller Leben und das Leuchten in den Augen aller, die von dir erzählen“.<BR /><BR /><BR /><embed id="dtext86-66411239_gallery" /><BR /><BR /><BR /> Von einem (Erb-)Streit im Clan will man nichts wissen. „Die Familie war und ist in Einheit und Trauer verbunden. Wir sind auch gestern in der Villa zusammengekommen, um gemeinsam in einer Stunde der Trauer für unseren großen Verlust zu verharren“, erklärt – na, wer wohl? – Mausi. <BR /><h3> Seit Montag sitzt Bienchen wieder am Schreibtisch</h3><BR />Seit Montag sitzt Simone wieder an ihrem Schreibtisch in der Lugner City. „Richard hätte es nicht anders gemacht!“, sagte sie der österreichischen Zeitung „Heute“. Aber Simone sitzt nicht auf dem Sessel der Geschäftsführerin. Lugner-Tochter Jacqueline soll nun die starke Frau in Unternehmen und Clan sein. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1069299_image" /></div> <BR /><BR />Richard Lugners Testament könnte aber noch einige Überraschungen bergen. Er hat es erst im Juli, wenige Wochen vor seinem Tod, geändert. Man nimmt an, zugunsten Simones. Fakt ist, dass er zu Lebzeiten betonte, seine Lieben (4 Kinder, eine Ehefrau und 4 Ex-Frauen) gut abgesichert hinterlassen zu wollen. <h3> Villa, Witwenrente und fixer Job</h3>Das Portal „oe24“ wagt folgendes Orakel: In Österreich sei es gesetzlich üblich, dass Ehepartner zumindest eine Zeit lang nach dem Ableben des Partners in der gemeinsamen Ehe-Wohnung (in dem Fall ist es eine Ehe-Villa in Wien-Döbling) verbleiben dürfen. Auch wenn Mörtel seine Luxus-Immobile anderweitig vererbt hat, könne Simone nicht umgehend delogiert werden. <BR /><BR /><BR />Zudem könnte sie eine Witwenpension erhalten – der Anspruch richte sich aber auch nach der Länge der Ehe und könnte aufgrund der kurzen Zeit entfallen. Und bezüglich Simones Anstellung in der Lugner City: Dass Simone in seinem Unternehmen tätig ist, war Richard Lugner sehr wichtig. „oe 24“ geht davon aus, dass sich daran (es hat mit dem Erbe nichts zu tun) nichts so schnell ändert.