Die Zeiten ändern sich und mit ihnen die Ernährungsgewohnheiten. Setzten im Jahr 2006 74,5 Prozent der Südtiroler täglich auf kohlenhydratreiche Lebensmittel wie Brot, Nudeln oder Reis, waren es im Jahr 2023 61 Prozent. „Trends und Moden beeinflussen die Gesellschaft“, erklärt Silke Raffeiner, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale. <BR /><BR />Auch der Konsum von Milch sank in den vergangenen Jahren. Tranken 2006 noch 65,5 Prozent der Südtiroler täglich Milch, waren es 2023 nur noch 49 Prozent. Das Gegenteil ist bei Eiern der Fall: 70 Prozent der Südtiroler verzehren sie mindestens einmal in der Woche, 2006 waren es noch 45 Prozent gewesen. <BR /><BR /><embed id="dtext86-69855974_quote" /><BR /><BR /> Der Wandel in den Ernährungsgewohnheiten wird auch an folgenden Zahlen deutlich: Vor knapp 20 Jahren verspeisten etwa 45 Prozent der Bevölkerung Rindfleisch und weißes Fleisch einmal in der Woche, 2023 betrug der Anteil 60 Prozent bei weißem Fleisch (Huhn, Truthahn, Kaninchen oder Kalb) bzw. 38 Prozent bei Rindfleisch. „Da hat sich das Bewusstsein verändert, denn weißes Fleisch hat mittlerweile einen viel besseren Ruf als rotes“, sagt Raffeiner. Verzehrt man viel rotes Fleisch, steigt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Übergewicht oder Bluthochdruck. <h3> Was ganz oben auf dem Speiseplan steht</h3>Ganz oben auf dem Speiseplan der Südtiroler stehen Obst und Gemüse. 72 Prozent der Bevölkerung nehmen es mindestens einmal am Tag zu sich, heißt es in der aktuellen ASTAT-Erhebung. Immer öfter auf den Tisch kommen wöchentlich Wurstwaren (2023 bei 58 Prozent, 2021 bei 53 Prozent), Hülsenfrüchte (2023 bei 37 Prozent, 2021 bei 33 Prozent) und salzige Snacks wie Kartoffelchips, Popcorn und Oliven (2023 bei 27 Prozent, 2021 bei 22 Prozent).<h3> Mittagessen ist Hauptmahlzeit</h3>Der Großteil der Südtiroler nimmt ein „angemessenes“ Frühstück zu sich (78 Prozent), die Hauptmahlzeit ist das Mittagessen. Gemäß der Untersuchung konsumierten im Jahr 2023 fünf von zehn Südtirolern außerhalb der Mahlzeit Alkohol, auf gesamtstaatlicher Ebene waren es drei von zehn Italienern. Auf ein Bier jeden Tag wollte fünf Prozent der lokalen Bevölkerung nicht verzichten, dasselbe gilt auch für die Italiener. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1165296_image" /></div>