Tierliebhaber können nun aktiv mit einfachen Mitteln etwas tun, um die heimischen Tiere zu unterstützen.<BR /><BR />Ein unordentlicher Garten ist besser für die Natur. Daher dürfen wir im Frühling noch getrost darauf verzichten, alles picobello herzurichten. Am besten führen Hobbygärtner zwischen März und Juni keine Pflegeschnitte an Hecken & Co. durch. Ist das nicht möglich, sollten zumindest keine Vogelnester zerstört werden. Alles, was jetzt von den Beeten geräumt oder abgeschnitten wird, sollte zudem nicht gleich geschreddert oder auf den Kompost geworfen werden. An den Zweigen und Ästen können nämlich Schmetterlingspuppen hängen. In einer Ecke des Gartens gelagert, können die Schmetterlinge schlüpfen – und zudem dient das Totholz vielen anderen Insekten.<BR /><BR />Wer Laub wegräumt, sollte keinen Laubbläser verwenden, da dieser für Insekten schnell zur Todesfalle wird. Also einfach das Laub zusammenrechen und in einer Ecke ablagern – darüber freut sich besonders der Igel. Ein igelfreundlicher Garten wird mit leicht erreichbaren kleinen Wasserstellen, Hecken und dichten Gebüschen ergänzt.<h3> Blumen für die Bienen</h3>Wer Platz hat, sollte eine Bienenwiese oder einen Blühstreifen zwischen den Beeten im Garten anlegen. „Bienen-Mischungen“ oder „Bienenfreund“ (Phacelia) gibt es überall zu kaufen. Sie bieten Insekten – und damit auch Igeln und anderen Kleintieren – eine Lebensgrundlage und sehen natürlich dazu noch sehr schön aus, wenn sie blühen. Wer nicht viel Platz hat, kann Bienenweide auch in Kübeln oder Balkonkästen aussähen. Schwachen Hummeln oder Bienen, die regungslos vorgefunden werden, kann ein kleiner Energieschub durch Zuckerwasser helfen. Dazu einfach ein paar Tropfen von der Zucker-Wasser-Mischung vor dem Tier zum Trinken platzieren.<BR /><BR />Im Frühling sollten Nistkästen gesäubert und eventuell weitere im Garten aufgehängt werden. Wichtig ist ein guter Standort: Die Kästen dürfen nicht zu niedrig hängen, um die Vögel vor Fressfeinden zu schützen. Ideal ist eine Höhe von 1,5 bis 3  Metern an einer ruhigen Stelle, die für Nesträuber kaum zugänglich ist. Um das Einflugloch kann ein Blechring angebracht werden, da-mit Nesträuber das Loch nicht ver- größern und so ins Innere gelangen können. Eine Sitzstange vor dem Einflugloch braucht es nicht.<h3> Vögel weiterhin füttern</h3>Wurden die Vögel in den Wintermonaten im Garten gefüttert, sollte dies auch noch während der Nistzeit beibehalten werden. Bei der Auswahl des Futters muss unbedingt auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der verschiedenen Vogelarten geachtet werden. Zudem muss das Futter hochwertig sein, am besten in Bioqualität. Zusätzlich können kleine Wassertränken und Badegelegenheiten angebracht werden.<BR /><BR />Besitzer von Hunden mit viel Unterwolle, können die herausgekämmten Haare den Vögeln zur Verfügung stellen. Damit können diese ihr Nest kuschelig auskleiden. Achtung aber bei drahtigen Haaren, diese könnten den Vogelbabys eher schaden.<h3> Mit dem Hund unterwegs</h3>Hundebesitzer müssen jetzt im Frühling Rücksicht auf junge Wildtiere nehmen. Hunde gehören in der Brut- und Setzzeit im Wald, am Waldrand und in Wiesen an die Leine, wenn sie nicht zuverlässig und auch unter großer Ablenkung auf Ruf oder Pfiff reagieren. Spaziergänger sollten vor allem in der Brut- und Setzzeit auf ausgewiesenen Wegen bleiben und nicht querfeldein über Wiesen, durch Wälder oder an Ufern entlang gehen.<BR />  <BR />Die sensible Zeit, in der die Tiere brüten oder ihre Jungen gebären, beginnt hierzulande im April und geht bis Mitte Juli. Im Mai und Juni bringen Rehgeißen ihre Kitze zur Welt, die sie in den ersten Wochen im hohen Gras ablegen und nur zum Säugen aufsuchen. In dieser Zeit haben die Jungtiere noch keinen Fluchtinstinkt, das heißt sie drücken sich bei drohender Gefahr lediglich auf den Boden. Junge Hasen werden in einem Nest oder in Erdmulden am Boden großgezogen.<h3> Wildtiere</h3>Wer bei Spaziergängen auf junge Vögel, Hasen, Rehkitze oder andere Wildtiere stößt, die verwaist, hilflos oder verletzt wirken, darf diese keinesfalls anfassen. Meist sind die Elterntiere ganz in der Nähe und die Tiere brauchen gar keine Hilfe. Nur wenn es wirklich notwendig ist, das Jungtier in Sicherheit zu bringen (wenn es z. B. nah an einer befahrenen Straße ist), wird es mit einem Büschel Gras vorsichtig aufgenommen und in der Nähe wieder freigelassen. Im Zweifelsfall einfach den örtli<?Spationierung Spationierung="-4ru"> chen Jagdaufseher oder den<?_Spationierung> Jagdverband kontaktieren.