Südtirols Schlangen mögen schattige und sonnige Plätze, leben an Land genauso wie im Wasser. „Sie halten unser Ökosystem im Gleichgewicht“, erklärt Experte Ivan Plasinger. So regulieren sie etwa die Populationen von Mäusen oder Fröschen. Gleichzeitig sind sie selbst Beute für größere Tiere. <h3> Etwa 5000 Menschen haben ein exotisches Haustier</h3>Aber die schleichenden Kreaturen sind längst nicht nur in der freien Natur daheim. „Ungefähr ein Prozent der Südtiroler Bevölkerung, also schätzungsweise 5.000 Menschen, haben ein exotisches Haustier“, weiß Plasinger. Dazu zählen neben Schlangen auch Schildkröten, Gekkos oder Papageien. Erst im Februar hatten Schlangenbesitzer in Meran für Schlagzeilen gesorgt, als sie mit ihrem Tier eine Tabakverkäuferin einschüchtern wollten ( <a href="Schlange Meran" target="_blank" class="external-link-new-window" title="https://www.stol.it/artikel/chronik/voellig-bizarr-meraner-tabaktrafikantin-von-frau-mit-boa-bedroht">wir haben berichtet</a>). „In Italien muss man kaum Voraussetzungen erfüllen, wenn man eine Schlange kaufen möchte“, berichtet Plasinger. Gut überlegt sollte eine solche Entscheidung aber allemal sein.<BR /><BR /><embed id="dtext86-70694974_quote" /><BR /><BR />Schlangen zählen zu den bedrohten Tierarten, in den vergangenen Jahren hat ihre Zahl nicht zugenommen. Sie sind scheu, trifft man dennoch auf eine, sollte man vor allem die Ruhe bewahren. „Schlangen sind Fluchttiere. Sobald sie einen Menschen bemerken, suchen sie das Weite“, weiß Plasinger. <BR /><BR />Er rät, einen sicheren Abstand von einem Meter einzunehmen und einen Kreis um das Tier zu machen, damit es fliehen kann. „Man kann sich auch mit einem Aufstampfen auf dem Boden bemerkbar machen“, sagt er. Auf keinen Fall sollte man Schlangen angreifen oder mit einem Stock auf sie einschlagen. <h3> Ruhe bewahren, nicht in Panik geraten</h3>In Südtirol gibt es nach heutigem Wissensstand fünf Nattern- und drei Vipernarten. Keine davon ist für den Menschen tödlich. „Die Kreuzotter, Hornotter und Aspisviper sind giftig“, sagt Plasinger. Wird man von einer solchen Schlange gebissen, sollte man wiederum hauptsächlich die Ruhe bewahren und nicht in Panik geraten. <BR /><BR />„Lebensbedrohlich ist ein Biss in erster Linie für Kleinkinder und kleine Hunde.“ Man sollte nichtsdestotrotz einen Arzt aufsuchen. Noch eine Zahl am Rande: Jährlich werden drei bis vier Bisse von Giftschlangen in Südtirols Krankenhäusern behandelt.<h3> Was tun bei einem Schlangenbiss?</h3><Aufzählung_Quadrat>Wunde desinfizieren, auch wenn man von einer ungiftigen Schlange gebissen wurde. Sie können dennoch Krankheiten können übertragen. <BR /></Aufzählung_Quadrat> <Aufzählung_Quadrat>Kopfschmerzen, Schwindel oder Übelkeit können Symptome vom Biss einer giftigen Schlange sein. Ruhe bewahren und einen Arzt aufsuchen. <BR /><BR /></Aufzählung_Quadrat>