Der 32-Jährige hat sich in der Vergangenheit klar von seinem Image als Politiker-Sohn – Vater ist ÖVP-Seniorenbundchef Andreas Khol mit Südtiroler Wurzeln – und Model verabschiedet und sich ganz der Malerei verschrieben: „Mein nächstes großes Ziel ist immer die nächste Ausstellung“, erzählte Khol im APA-Gespräch.„24-Stunden-Job, der mein ganzes Leben erfüllt“ Die Kunst sei ein „24-Stunden-Job, der mein ganzes Leben erfüllt“, meinte Khol. Er habe sich für die Malerei entschieden, weil „sie für mich ein wunderbares Rätsel war, das mir aber trotzdem immer aufs Neue so viele Antworten gegeben hat“.Die Jahre als Model, als er als Jugendlicher auf den Laufstegen der Welt zu Hause war, sei auf Dauer nicht befriedigend gewesen.„Es war am Anfang natürlich ein Riesenabenteuer, aber irgendwann hat sich das Spannende abgenutzt und es gab keine Herausforderungen mehr“, sagte der Wiener.Scheu hat sich gelegt Als er 2004 an der Universität für Angewandte Kunst in der Meisterklasse von Künstler Christian Ludwig Attersee aufgenommen wurde, fand er seine Berufung, hielt seine Werke aber noch lange aus der Öffentlichkeit zurück: „Mit meinem Nachnamen, meinem Vater und meiner Modevorgeschichte war natürlich immer Interesse da.Aber die ersten drei Jahre im Studium habe ich geschaut, dass ich möglichst wenig herzeige, und wenn nur im richtigen Rahmen.“In der Zwischenzeit hat sich diese Scheu gelegt. Neben einer Galerie, die er in Salzburg bespielt, sind seine Bilder im Österreichischen Kunstforum in Bratislava vom 17. Februar bis 23. März zu sehen.Vater Andreas Khol hat gut auf Berufswahl reagiert Seine Familie habe von Beginn an gut auf die Berufswahl reagiert: „Ich habe natürlich das Riesenglück gehabt, dass ich das letzte von sechs Kindern bin und meine Geschwister das Feld vor mir schon ziemlich beackert haben und alle sehr erfolgreich sind.“Die Kunstaffinität seiner Eltern hätte ebenfalls geholfen und Andreas Khol habe seinen Sohn unterstützt.„Aber wenn ich das einzige Kind gewesen wäre, wer weiß, wie meine Eltern reagiert hätten. Vielleicht nicht ganz so locker“, meinte der Maler, der zwischen Wien und Köln pendelt.Keinen Gedanken an Politik-Karriere verschwendet Seinem Vater in die Politik zu folgen, wäre nie infrage gekommen, obwohl die Funktion des ÖVP-Mandatars seine Kindheit sehr geprägt habe: „Ich bin aufgewachsen mit Politik und es war immer Thema bei uns zu Hause, aber ich bin froh, dass ich immer wieder in Deutschland bin und mich nicht täglich mit der österreichischen Politik auseinandersetzen muss.“ Diese sei ihm emotional wesentlich näher, als sie normalerweise sein sollte.Privat mit TV-Moderatorin Nazan Eckes liiert Privat liebt er die deutsche TV-Moderatorin Nazan Eckes, die er 2008 am Life Ball kennengelernt hat: „Wir arbeiten beide sehr viel, aber wir teilen uns unsere gemeinsame Zeit sehr kompromisslos ein.“Eigene Kinder könnten in der Zukunft den Khol-Clan noch weiter vergrößern. „Wenn bei fünf Geschwistern und zwölf Nichten und Neffen noch ein, zwei dazukommen, reicht das schon für ein großes Familienfest“, sagte der 32-Jährige. apa