Das Land hat der Gemeinde Natz-Schabs das Ex-Nato-Areal für 30 Jahre überlassen. Die Bevölkerung wünscht sich, dass dort ein Badeteich errichtet wird. Das sieht auch das vom Gemeinderat genehmigte Nutzungskonzept vor. Um eine Grundlage für künftige Entscheidungen zu haben, beauftragte die Verwaltung das deutsche Planungsbüro für Naturfreibäder „WasserWerkstatt“ mit einer Machbarkeitsstudie. Diese wurde nun im Gemeinderat vorgestellt.<BR /><BR />„Es handelt sich nicht um einen klassischen See, sondern um ein Naturbad, wie es in Gargazon realisiert wurde“, erklärt Vizebürgermeister Helmut Plaickner, „die Studie positioniert das Bad in einem neutralen Bereich, in der Mitte des Areals. So hat links das Wasserspeicherbecken und rechts das Alpen-Flair-Festival Platz“. Etwa 1,2 Hektar würden für den Teich mit Liegewiese und Servicegebäude gebraucht, das ein Bistro, Umkleiden und Sanitäranlagen umfassen soll.<BR /><BR />Die vorgesehene Gesamtwasserfläche beträgt 1739 Quadratmeter. 891 Quadratmeter davon (519 für die Schwimmer, der Rest für Nichtschwimmer) wären nutzbar. Die Größe dieser Fläche ist laut Plaickner bewusst gewählt, da es dafür nur 2 Bademeister bräuchte. Die restliche Wasserfläche würde als Nassfilter mit Wasserpflanzen und Seerosen bepflanzt, damit sich der Badeteich selber reinigen kann. Zudem ist ein externer Trockenfilter als Schilfbeet vorgesehen und ein Kleinkinder-Spielbach geplant.<h3> Pflanzenfilter statt Chlor</h3>Der Pflanzenfilter macht laut Plaickner den Einsatz von Chlor überflüssig. „Der mit Folie ausgelegte Teich würde einmal im Jahr befüllt und im Winter wieder ausgelassen“, informiert Plaickner. Nur das verdunstete Wasser müsste nachgefüllt werden. <BR /><BR />Als „nicht ohne“ bezeichnet Plaickner die mit 3,8 Millionen Euro geschätzten Realisierungskosten. „Eine Überlegung ist, die Tourismusgenossenschaft mit ins Boot zu holen, als Investor und künftiger Betreiber“, so Plaickner.<h3> Bis zu 2500 Besucher</h3>Auch hinsichtlich Besucher gibt die Studie Aufschluss. „Sie rechnet mit 1250 Besuchern an schönen Tagen, an wenigen Spitzentagen auch mit 2500“, sagt Plaickner. Der damit zusammenhängende Verkehr wurde von der Bürgerliste kritisiert. Grundsätzlich sei die Idee positiv aufgenommen worden, sagt Plaickner.<BR /><BR /> Er verweist hinsichtlich Verkehr auf die gute Anbindung der Anlage an die öffentliche Buslinie. Einige Parkplätze dürften aber dennoch außerhalb des Geländes notwendig sein.<BR /><BR />„Es ist eine Studie. Von der Umsetzung sind wir noch weit entfernt“, meint Plaickner zum Zeitplan. Auch die Finanzierung sei erst zu finden.