Dienstag, 27. August 2019

Staatsanwaltschaft ficht Urteil im Fall Asap Rocky nicht an

Die schwedische Staatsanwaltschaft legt im Fall des US-Rappers Asap Rocky keine Berufung gegen das Urteil ein.

Die schwedische Staatsanwaltschaft legt im Fall des US-Rappers Asap Rocky keine Berufung ein. - Foto: APA (AFP)
Die schwedische Staatsanwaltschaft legt im Fall des US-Rappers Asap Rocky keine Berufung ein. - Foto: APA (AFP)

Staatsanwalt Daniel Suneson habe beschlossen, das Urteil des Bezirksgerichts Stockholm gegen den amerikanischen Musiker und zwei seiner Begleiter nicht anzufechten, teilte die Behörde am Dienstag mit. Er akzeptiere die gerichtliche Bewertung der Beweislage, erklärte Suneson. Zwar sei er der Ansicht, dass das Strafmaß hätte höher ausfallen sollen. Zumindest seien aber alle drei wegen Körperverletzung belangt worden. Der Anwalt des Musikers, Slobodan Jovicic, hat bislang noch nicht gesagt, ob er Berufung einlegen will.

Asap Rocky („Praise the Lord“) und zwei seiner Begleiter waren vor zwei Wochen in Schweden wegen Körperverletzung verurteilt worden, um eine Haftstrafe kamen sie aber herum. Das Gericht sah es zwar als erwiesen an, dass die drei Angeklagten einen jungen Mann in Stockholm geschlagen und getreten haben, als dieser am Boden lag. Sie hätten sich aber nicht in einer Situation befunden, in der sie sich lediglich selbst verteidigt hätten. Die Tat sei jedoch nicht so schwerwiegend gewesen, dass sie dafür ins Gefängnis müssten. Dem Opfer wurde Entschädigung zugesprochen. Die Staatsanwaltschaft hatte sechs Monate Gefängnis für die drei Angeklagten gefordert.

Ende Juni hatten Asap Rocky und seine Entourage den Mann auf offener Straße zusammengeschlagen – nach eigenen Angaben, nachdem sie länger belästigt und bedrängt worden waren. US-Präsident Donald Trump und mehrere Prominente hatten sich in den Fall eingeschaltet.

dpa

stol