„Und das, obwohl die Renditen, die sie für ihre Anleger erzielen, im Mittel gleich sind.“Für die Studie hatten die Forscher Daten der gesamten US-Fondsindustrie über einen Zeitraum von 18 Jahren ausgewertet, die Angaben zu mehreren tausend Fonds enthalten.Die Wissenschaftler untersuchten zudem, ob andere Faktoren die geringere Investitionsfreude beeinflusst haben könnten – und verglichen Angebote mit ähnlichen Gebühren und ähnlicher Werbung. Auch dabei kamen sie zu demselben Ergebnis. Das erklärt, warum Frauen in der Branche eher selten sind: Weibliche Mitarbeiter einzustellen, erweise sich als weniger attraktiv für Fondsgesellschaften, sagte Niessen-Ruenzi.Zusätzlich prüften die Forscher ihre Erkenntnisse in einem Experiment mit hundert US-Studenten: Auch die Teilnehmer legten dabei 15 Prozent weniger Geld in Frauen-Fonds an.In einem psychologischen Test wurden schließlich ihre Vorurteile gegen Frauen in der Finanzbranche ermittelt.Ergebnis: Die Teilnehmer mit den stärksten Vorurteilen investierten am wenigsten in „weibliche“ Fonds.Warum die Forscher das Anleger-Verhalten nicht in Deutschland getestet haben? Amerika sei schlicht der größere Markt, erklärte Prof. Stefan Ruenzi.„In Deutschland gibt es viel weniger Fonds. Wir hätten deutlich weniger Beobachtungen zur Verfügung.“dpa